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Ganz im Vertrauen

popp_strauss_rechtsanwälte die-philosophieRechtsfragen sind Vertrauensfragen. Das wissen die Rechtsanwälte Mag. Hans Georg Popp und Mag. Reinhard Strauss nur zu gut. Sie selbst verstehen sich als Partner, die ihren Mandantinnen und Mandanten zuhören. Schließlich geht es darum, die beste Lösung für das jeweilige Anliegen finden. Mit Kompetenz, einem engagiertem Team und moderner Infrastruktur. In jedem Fall.

Bei der Erstellung der Website von Popp § Strauss, die zum 10-Jahr-Jubiläum des Unternehmens runderneuert wurde, vertrauten die Gratweiner Anwälte auf bewährte Zusammenarbeit.  Konzept und Texte stammen von Nina Popp , die  Logografik von  Hannes Rinnerhofer und als Webmaster fungiert Christoph Potzinger.

C hoch 3 – Vitamine für Kreative

Aufmerksamen Leserinnen und Leser dieser Website ist C hoch 3 bereits ein Begriff. Sie wissen daher, dass es sich dabei keineswegs um eine Vitamintablette handelt und, dass der Name auch nicht als “Koch drei” ausgesprochen wird, – wie die digitale Vorleserin auf Presse Online meint.

C hoch 3 ist ein erfolgreiches Projekt, das Kreative bei der Unternehmensgründung unterstützen will.  Details zur Geschichte des Grazer Pilotprojekts sind im Bericht der PRESSE AM SONNTAG vom 13. September 2009  nachzulesen.

Urlaub. Wenn alles stimmt.

Traumurlaub. Ein Thema, auf das sich die Texterin im Sommer nur allzu gerne eingelassen hat. Als Gast weiß sie schließlich genau, was darunter zu verstehen ist: Alles muss stimmen. Umgebung, Essen, Matratze und Lärmpegel. Einfach alles.

Und genau das weiß auch Xohana. Eine neue Internetplattform, die die tatsächlichen Bedürfnisse  und Erwartungen potenzieller Gäste ermittelt. Xohana berücksichtigt Reisezeit und Preis, Diätküche und Ausstattung, Sportmöglichkeiten und ärztliche Versorgung.

So finden Menschen, die im Urlaub besondere Lebensqulität suchen, die idealen GastgeberInnen, und Tourismusbetriebe erreichen höhere Auslastung ihrer Kapazitäten.

…und dann kam die Wende

Die Mauer fiel und die Dörfer waren auf einmal leer. Zurück blieben die Alten. 20 Jahre nach der Wende, untersuchen Grazer WissenschafterInnen das Ethnomanagement deutscher und ungarischer Minderheiten in Südosteuropa. 

Gelingt es, die Identität unter den neuen Rahmenbedingungen zu bewahren? Wie prägen einzelne Mitglieder der Minderheit das Leben in den Regionen Siebenbürgen (Rumänien), Slawonien (Kroatien), Slowenien, Südwestungarn und Vojvodina (Serbien)? Was wirkt von innen und was von außen?

Anders gefragt: Welche Bedeutung haben die Aktivitäten der Minderheitenorganisationen in den genannten Regionen und welche Einflüsse üben österreichische, deutsche sowie ungarische Institutionen auf die deutsche beziehungsweise ungarische Minderheit aus?

Mehr über „Die Wende im Kleinen“ erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe des Grazer Universitätsmagazins „UNIZEIT“.

Schön schreiben!

  • Sie wollen Mails schreiben, die gelesen werden?
  • Sie möchten ihre Projekte  professionell zu Papier bringen?
  • Sie suchen das ultimative Rezept gegen Schreibblockaden?
Leserinnen und Leser meiner Visitkarte wissen es längst: Es gibt keine schlechten Texte. Man muss nur die falschen Worte weglassen. Welche das im Einzelfall sind, erfahren Sie im Einzelcoaching und in Workshops.
Details schicke ich Ihnen gerne auf Anfrage:  Schön schreiben!

 

Abheben und durchstarten

c-hoch-3-pilotprojektCreative community coaching. Das sind drei C und die sind wiederum das Markenzeichen von C hoch 3, einem erfolgreichen Pilotprojekt der Grazer Kreativwirtschaft. Wer vom Anfang an mitgemacht hat, war sozusagen Pilot. Oder eben Pilotin.

Mehr Details aus der kreativen Fliegersprache gefällig?

“Bottom up” nennt sich der methodische Zugang. Heißt so viel wie Anlauf nehmen, durchstarten und abheben mit den Ressourcen der Gruppe.

“Living Room”: Wohnzimmer einer Grazer Architektengruppe und zwischendurch  Treffpunkt von Kreativen unterschiedlichster Sparten. Architektur, Design, Textilkunst, Fografie waren ebenso vertreten wie Beratung, IT  und – Text und Content.

“Entrepreneurship”: Die Kunst, mit eigenen Ideen und unternehmerischen Fertigkeiten auf dem Markt zu reüssieren. Allein, in Partnerschaften und Netzwerken.  

Lust am Fliegen?  Infos zu CIS  (Creative Industries Styria) und  C hoch 3.

Im Grunde ist es ganz einfach. Übungen, die das Denken in Schwung bringen. Braucht jeder Mensch, ob jung, ob alt, in der Schule und im Beruf. Das Komplizierte an der Sache ist einzig und allein der Name: Kinesiologie, ein Zungenbrecher mit altgriechischen Wurzeln.

Der Zufall wollte es, dass Claudia Gigler sich für ihre PR eine klassische Philologin als Texterin wählte.  Die zerlegte den Fachbegriff in seine Bestandteile - kinesis und logos –  und entwarf einen Claim, der auch im Deutschen verständlich ist. Bewegung im Kopf.

Heiter bis wolkig

Regelmäßige Webeinträge? So klar wie die alte Homepage und doch flotter?

“Das wird ja noch schöner!”, meinte der Programmierer meines Vertrauens lapidar zum Wunschzettel.  Christoph Potzinger sollte recht behalten.  Nicht umsonst heißt seine Agentur Einstern und Funkeln gehört zum Geschäft.

Nun strahlt sie also, die neue ninapopp.com. Im MistyLook von Wordpress. Leicht erschlankt, zumindest was das Seitendesign betrifft, und zugleich umfangreicher als zuvor. Mit einem Mal ist Platz für journalistische Beiträge und PR-Referenzen. Die Navigation führt zur Philosophie der Journalistin und zu den Angeboten der PR-Expertin, Texterin und Schreiberin. Postings und Links inklusive.

Mein persönlicher Favorit? Die Wortwolke, gleich rechts. Sie wird wachsen. Versprochen!

Merci Christoph!

Zeit im Bild

Erschienen in Unizeit

Wie un/sichtbar war der Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime in der Steiermark? Und wie verändern sich die Un-Sichtbarkeit des Nationalsozialismus und seine Verbrechen nach Kriegsende 1945? Eine Ausstellung im Grazer Stadtmuseum zeigt Alltagsbilder aus der NS-Zeit.

 

Die Fragen, mit denen sich die Grazer HistorikerInnen seit Jahren auseinandersetzen, zielen auf die Rekonstruktion einer großformatigen Abbildung der NS-Zeit mit größter Detailgenauigkeit ab. Die Details, die sie Archivmaterialien und Protokollen, Berichten von ZeitzeugInnen und jüngeren Recherchen entziehen, führen jeweils zurück zum Indivduum und zu der von den HistorikerInnen als zentral beurteilte Frage des individuellen Dieser Spielraum habe sich bei der Bewertung des Verhaltens einfacher BürgerInnen als ebenso relevant erwiesen, wie bei der Untersuchung von NS-Eliten, meint die Grazer Historikerin Ursula Mindler.

 

Die Karriere des burgenländischen Gauleiters Tobias Portschy brachte sie zum Thema Macht und der Funktionsweise von Netzwerken vor und während der Zeit der NS-Herrschaft. Woher rekrutierte die NSDAP ihre Mitglieder, als die Bewegung verboten war? Wie überdauerten die in der Illegalität geknüpften Bande Bruchstellen wie das Jahr 38? Wie ging man beispielsweise nach dem plötzlichen Zugang zur Macht mit Angehörigen der Sozialdemokratie um? Mindler stellte bei ihren Untersuchungen fest, dass manche Nazis die gemeinsame Zeit der Verfolgung offensichtlich in Erinnerung behielten und Nachsicht walten ließen, andere hingegen mit aller Härte verfuhren und mit dem Befehl von oben argumentierten.

 

Verfolgung der Roma

 

Das Beispiel der Verfolgung der Roma zeigt aber auch, dass der persönliche Handlungsspielraum dafür genutzt wurde, in der Hierarchie nach oben zu intervenieren, um eigene Ziele voran zu treiben. Gauleiter Tobias Portschy, NS-Landeshauptmann des Burgenlandes, später Gauleiter-Stellvertreter der Steiermark und NS-Ideologe, war die treibende Kraft bei der Deportation der Roma, die ihr Todesurteil bedeutete. Nicht nur in der Steiermark, sondern auch per Eingaben an das Hauptquartier in Berlin mahnte er zur Eile und machte Vorschläge zu Inhaftierung und Abschiebung. Sein 1938 veröffentlichtes Memorandum „Die Zigeunerfrage“, enthält alle Überlegungen, die bis 1945 schrittweise umgesetzt wurden: das Schulverbot für Romakinder, die Zwangssterilisierungen, Einweisung in Arbeitslager und ab 1941 die Deportation von 5000 Roma nach Lodz. Die letzten in der Steiermark verbliebenen Roma wurde 1943 nach Ausschwitz deportiert. Die genaue Zahl der Todesopfer ist nicht bekannt. „Da wir keine wissenschaftlich abgesicherten Angaben machen können, haben wir uns in der Ausstellung im Stadtmuseum dazu entschlossen, den Platz, an der die Namen der Todesopfer stehen sollten, weiß zu lassen“, beschreibt die Historikerin den Versuch die sichtlich nicht erfolgte Aufarbeitung sichtbar zu machen.

 

Denunziantentum

 

Denunziationen sind ein anderes Beispiel für die Überlagerung von sichtbaren und unsichtbaren Wahrnehmungen und Konflikten. Das enorme Ausmaß des Denunziantenwesens belegen die Zahlen: Zwischen März 38 und Mai 1945 waren in der Steiermark von der Gestapo und anderen Dienststellen insgesamt 46.730 Personen ins Gefangenenhaus in der Paulustor eingeliefert worden. Während die Hälfte bald wieder auf freien Fuß kam, wurden mehr als 8000 den Gerichten übergeben, in ein KZ (5416), ein Arbeitslager (2431), in das Gaukrankenhaus (782) oder ins Sonderkrankenhaus Feldhof (161) eingeliefert. Als Haftgrund genügten Witze oder auch beiläufig geäußerte Kritik, die häufig als Vorwand dienten, einen unbequem gewordenen Mitmenschen los zu werden. In nur fünf Prozent aller Fälle wurde die Anzeige von Unbekannten erstattet.

Die nach 1945 vorgebrachte Entschuldigung, man habe die Konsequenzen der Anklage nicht gekannt, hat der Grazer Historiker Heimo Halbrainer mit dem Hinweis auf die Berichterstattung entkräftigt. GegnerInnen des Regimes wurden in Zeitungen und auf Plakaten als „Volksschädlinge“, „Drückeberger“ und als „schamlose Weibsbilder“ weithin sichtbar diffamiert und öffentlich verurteilt.

Nach Kriegsende bekannte sich nur ein geringer Teil der Angeklagten zum Verrat am Nächsten, berief sich auf Andere, auf Zwangslagen oder die staatsbürgerliche Pflicht. Der politische Wandel zeigte sich, so Halbrainer, auch beim Wandel der Urteile und des Strafausmaßes, das mit dem Abstand zum Kriegsende vergleichsweise milder ausfiel. Und auch das Interesse der steirischen Medien versiegte.

 

Vergessen

 

Während die Namen vieler steirischer Opfer, Todesort und -art bis heute nicht nachgewiesen werden können, ist das Schicksal von Sigfried Uiberreither weitgehend geklärt, der als Gauleiter die Enteignungen der Juden und Roma zu verantworten hatte, die brutalen Folgen der„Germanisierungspolitik“ in der Untersteiermark bis hin zu den Erschießungen politischer Gegner in der Endphase der NS-Herrschaft und die Durchführung der „Todesmärsche“ ungarischer Juden im April 1945. Er selbst floh am Tag vor dem Kriegsende aus Graz, wurde in Murau verhaftet und nach Nürnberg gebracht. 1947 konnte er unter dubiosen Umständen aus dem Gefängnis fliehen. Sein Grab befindet sich in Deutschland: In Sindelfingen wo er ab Mitte der 50er Jahre für einen Kühlgerätehersteller arbeitete.

Die letzten Jahre vor seinem Tod im Jahr 1984 soll Friedrich Schönharting, wie er sich nannte, als Alzheimerpatient mit dem Vergessen verbracht haben.

Weiße Flecken und Grautöne

Erschienen in Unizeit

Was wussten die Menschen in der Steiermark tatsächlich von den Ereignissen und Verbrechen der NS-Zeit? Was wollten sie wissen, was hätten sie wissen können?

Siebzig Jahre nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten untersuchten Grazer GeschichtswissenschafterInnen Dokumente und Quellen aus einer neuen Perspektive und fanden plausible Erklärungen für das Funktionieren des NS-Systems.

1938. Irgendwo in Graz. Im Hintergrund Fahnen und Fähnchen mit dem Hakenkreuz und Menschen, die aus dem offenen Fenster winken. Im Vordergrund Frauen, Männer und Kinder auf einem provisorisch errichteten Gerüst, auf Leitern und Bretter gestützt, um gut zu erkennen, was da jenseits des Zauns die Straße herauf auf sie zukam. Wie die Personen am Bild auf die Bewegung vor Ort reagierten, ist aus dem Bild nicht ersichtlich. Aber: Wer sehen wollte, konnte offensichtlich sehen.

Ein Bilddokument als Antithese zum „Wir haben nichts davon gewusst“, jenem Stehsatz ohne den kaum eine Diskussion zur NS-Zeit auskommt. Was wussten die Menschen in der Steiermark tatsächlich von den Ereignissen und Verbrechen, was wollten sie wissen, was hätten sie wissen können? Wie funktionierte das System und wie der Widerstand dagegen?

Un/Sichtbar

Siebzig Jahre nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten lassen sich diese Fragen nicht restlos beantworten, aber Grazer ZeitgeschichtlerInnen haben wichtige Entwicklungslinien durch die vielschichtigen Phänomene vor, während und nach der NS-Zeit freigelegt. Grautöne im historischen Rasterbild, die das traditionelle Schwarz-Weiß-Muster definitiv ablösen könnten.

Nationalsozialistische Herrschaftspraxis in der Steiermark: Herrschaft – Verfolgung – Widerstand – Alltag. Der Titel der Forschungsprojekte am Institut für Geschichte unter Leitung von Helmut Konrad, holt weit aus. Aus Notwendigkeit, um der Komplexität der Ereignisse und Phänomene zu entsprechen. Projetkmitarbeiterin Ursula Mindler, Heimo Halbrainer vom Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit Clio, und Gerald Lamprecht, Centrum für Jüdische Studien, haben das wissenschaftliche Konzept für eine Ausstellung von Clio erarbeitet, die seit September 2008 im Stadtmuseum Graz und im Landhaushof zu seihen ist. Unter dem Titel „un-SICHTBAR“ greift sie die Themen des Forschungsprojekt auf.

Macht und Zustimmung

Die geschichtswissenschaftliche Betrachtung hat einen entscheidenden Wandel erlebt. So wird der begriff der NS-Herrschaft nicht mehr als Idee einer von oben durch Eliten gelenkten Diktatur verstanden, sondern als das Zusammenspiel verschiedenster Akteure, von Herrschenden und Beherrschten, wie Gerhard Lamprecht den Begriff der „sozialen Praxis“ definiert.

Damit kann das in der Proklamation über die Selbständigkeit Österreichs gezeichnete Bild vom „macht- und willenlos gemachten Volk“ nicht aufrecht bleiben. Das Erklärungsmodell von den „Nazis“, die in den 30er Jahren das österreichische Volk erst mit Versprechungen verzaubert, dann überfallen, zu unmenschlichen Verbrechen verleitet, in den Ruin geführt und zuletzt zwischen Schuld und Sühne zerrissen zurückgelassen haben, verliert vollends an Kraft.

Ermessen und Courage

Stattdessen zeichnet Gerald Lamprecht das Bild der „Zustimmungsdiktatur“ – ein vom deutschen Historiker Götz Aly lancierter Begriff – , die gleichermaßen von oben und unten ermöglicht wurde. „Sie nahm einerseits auf die Meinungen und Befindlichkeiten des ,Volkes’ in vielerlei Hinsicht Rücksicht und erfuhr andererseits von den ‚VolksgenossInnen’ entsprechende Unterstützung und Rückhalt.“ Nicht allein der Terror von SS, SA und Gestapo, sondern erst das „konkrete Agieren und Interagieren der Menschen in ihren jeweiligen ideologischen und alltäglichen Rahmen“ ermöglichten die Durchsetzung nationalsozialistischer Politik.

War es also Ermessenssache, ob jemand mitmachte oder opponierte? Charaktersache? Frage von Zivilcourage oder Schwäche? Nach Ansicht der HistorikerInnen stand es den Menschen tatsächlich frei, ihren jeweiligen Handlungsspielraum zu nutzen. Die individuelle Entscheidung für oder wider passierte allerdings in einem Kontext, der in den 30er Jahren von der zunehmend antisemitischen Tradition, autoritären, antidemokratischen Ideologien und schwierigen ökonomischen Rahmenbedingungen durchwoben war. Vor diesem Hintergrund erklärt sich die Spaltung der Gesellschaft in Dazugehörige und Ausgeschlossene ab dem März 38, einer Gesellschaft, in der Verfolgung von Juden, „Zigeunern“, „Asozialen“ und politisch Andersdenkenden von weiten Teilen der Bevölkerung toleriert wurden. Im wahrsten Sinn des Wortes: geduldet und mitgetragen.

Pressemeldungen

Parallel zur Schlechterstellung der einen Gruppe passierte die Besserstellung der anderen. Allein dieses Faktum lässt den Satz, man habe von nichts gewusst, schwer verständlich erscheinen: angesichts der historisch belegten Veränderungen in der Nachbarschaft, die erfahrungsgemäß nicht unbemerkt bleiben. Angesichts von Wohnungen und Geschäften bekannter Kaufleute, die mit einem Mal günstig zum Kauf angeboten waren. Angesichts der KollegInnen, die von einem Tag auf den anderen nicht mehr zur Arbeit erschienen. Ein Blick in die Tageszeitungen der Epoche beweist, dass alle Gesetzesänderungen in Berichten und Kommentaren publik gemacht wurden, und die Auswirkungen der neuen Politik über die Chronik bis in den Inseratenteil zu verfolgen waren. Von Denunziationen über Verurteilungen bis zum Angebot von „arisierten“ Eigentum.

Widerstand

Schon vor dem März 38 gab es auch Gegenstimmen. Heimo Halbrainer hat sich mit dem Widerstand von SteirerInnen seit längerem auseinandergesetzt und dabei Einzelpersonen und Gruppierungen mit unterschiedlich starker Oppositionskraft untersucht.

Aus Berichten von ZeitzeugInnen und schriftlichen Dokumenten wissen wir daher von couragierten Frauen, die in Flugblättern und Artikeln schon vor dem März 38 vor der inhumanen NS- Ideologie warnten, ebenso von Partisanen im Koralmgebiet, Kommunisten oder steirischen Priestern, die ihren persönlichen Handlungsspielraum zum Widerstand gegen rassistische und inhumane Ideologien nutzten. Wer sehen wollte, konnte offensichtlich sehen.

Erika Thümmel, die Gestalterin der Grazer Ausstellung im Stadtmuseum, hat das Bild der Leitern und Bretter aufgenommen, um dem interessierten Publikum die Sicht auf historisch gesicherte Fakten zu ermöglichen: Die Laptops, die auf den Brettern eingerichtet sind, liefern Daten zur steirischen NS-Vergangenheit.

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