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Haben Sie schon einmal einem Kind erklärt, was Sie beruflich machen? Und was das Besondere daran ist, quasi der USP, also der einzige Grund, warum der oder die Kleine zum Schluss kommen soll: „Das will ich!!“

Probieren Sie’s einfach. Ohne Fachchinesisch und einschlägiges Vokabular, versteht sich. Andernfalls wird sich der oder die Kleine nämlich nach wenigen Augenblicken in die Spielecke verziehen. Langweilig.

Uns Erwachsenen geht es da nicht anders. Texte, die sich langatmig in Details verlieren, klicken wir gnadenlos weg. Emails, die beliebig oder schwülstig beginnen, landen blitzschnell im Papierkorb.

Worum geht’s genau?

„Regionale Speisen und Getränke“ klingen zwar nett. Wer steirische Küche liebt, hat aber definitiv mehr  Freude, wenn der Wirt oder die Wirtin konkret wird. Wer seine Gäste kennt, weiß doch so gut, was sie lieben: knuspriges Backhendl, Hauswürstl und echten steirischen Speck, selbst gebackenes Brot, Apfelstrudel, Zwetschkenröster… Lauter Grüße aus der Küche, die den Gaumen zum Klingen bringen und die Geschmacksknospen aufblühen lassen.

Oder die Sache mit dem Service. Ein Wort für vieles, alles und nichts. Aber wenn der Abfluss verstopft ist, machen sich vor allem jene Fachleute beliebt, die rasch und verlässlich ins Haus kommen und das Malheur beheben. Und wer sich an eine Apothekerin wendet, erwartet sich nicht nur Medikamente, sondern auch Antworten auf persönliche Fragen: Was mag zarte Babyhaut? Welche Impfungen sind notwendig? Was hilft meiner Katze? Und hält die Kosmetik, was die Werbung verspricht? In all diesen Fällen haben Ihre Kundinnen und Kunden also ganz konkrete Erwartungen.

Was das für professionelles Schreiben bedeutet? Je besser Sie wissen, was Ihre Kundinnen und Kunden interessiert, was ihnen Freude macht oder das Leben erleichtert, umso einfacher ist es für Sie, die Dinge beim Namen zu nennen, konkret – und verständlicher zu werden.

Achtsamkeit lohnt und wird gerne erwidert. Auch beim Schreiben.

5 Tipps für Texte, die besser ankommen

  1. Stellen Sie sich die Menschen, denen Sie schreiben, bildlich vor. Sind es Frauen? Männer? Ältere oder junge Menschen. Eltern mit Kleinkindern oder Pubertierenden. Autofreaks, Kulturreisende, unternehmungslustige Menschen oder Berufstätige, die eine Auszeit brauchen?
  2. Beschreiben Sie Ihre Lieblingskundin, Ihren Lieblingskunden. Was interessiert Sie oder ihn. Womit können Sie Freude bereiten? Was kommt besonders gut an? Suchen Sie nach konkreten Beispielen!
  3. Notieren Sie sich positives Feedback Ihrer Kundinnen und Kunden im Detail und verwenden Sie diese Rückmeldungen.
  4. Suchen Sie nach einem Bild, das einen wichtigen Nutzen Ihres Angebots gut beschreibt. Gibt es Bilder, die die Freude, die Ihr Produkt bereitet, mit einem Wort beschreiben? Womit lässt sich der Vorteil vergleichen?
  5. Beginnen Sie Ihren Text mit einem Satz, der in den Köpfen Ihrer Leserinnen und Leser ein Bild entstehen lässt.

Noch Fragen? Schreiben Sie mir!