<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title> &#187; Wissenschaft</title>
	<atom:link href="http://www.ninapopp.com/tag/wissenschaft/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.ninapopp.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Mon, 09 Jan 2012 21:50:06 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
		<item>
		<title>kultura &#8211; Frauen in Kunst und Kultur</title>
		<link>http://www.ninapopp.com/2010/06/07/kultura-frauen-in-kunst-und-kultur/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=kultura-frauen-in-kunst-und-kultur</link>
		<comments>http://www.ninapopp.com/2010/06/07/kultura-frauen-in-kunst-und-kultur/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 19:33:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ninapopp.com/?p=936</guid>
		<description><![CDATA[Wieviel kultura verbirgt sich in Kultur, lautet die Frage. Was bedeutet es, als Künstlerin in der Steiermark zu arbeiten. Und zu leben. Bei der 1. kultura in Graz ging es darum, Rollenzuschreibungen, Hemmnisse und Leistungen von Künstlerinnen und Kulturvermittlerinnen stärker sichtbar zu machen. Eine Initiative, bei deren Umsetzung Nina Popp das Team der Kultur Service Gesellschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-937" title="Kultura_LOGO_Email3" src="http://www.ninapopp.com/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/Kultura_LOGO_Email3-150x150.jpg" alt="Kultura_LOGO_Email3" width="135" height="135" />Wieviel <strong><a href="http://www.kulturservice.steiermark.at/cms/beitrag/11271328/52905234" target="_blank">kultur</a><sup><a href="http://www.kulturservice.steiermark.at/cms/beitrag/11271328/52905234" target="_blank">a</a></sup></strong> verbirgt sich in Kultur, lautet die Frage. Was bedeutet es, als Künstlerin in der Steiermark zu arbeiten. Und zu leben. Bei der 1. kultur<sup>a</sup> in Graz ging es darum, Rollenzuschreibungen, Hemmnisse und Leistungen von Künstlerinnen und Kulturvermittlerinnen stärker sichtbar zu machen. Eine Initiative, bei deren Umsetzung Nina Popp das Team der Kultur Service Gesellschaft im Bereich Konzept und Koordination unterstützt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ninapopp.com/2010/06/07/kultura-frauen-in-kunst-und-kultur/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Spinnen in der Schule</title>
		<link>http://www.ninapopp.com/2010/06/07/924/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=924</link>
		<comments>http://www.ninapopp.com/2010/06/07/924/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 18:49:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ninapopp.com/?p=924</guid>
		<description><![CDATA[In so eine Schule wäre ich auch gern gegangen, dachte sich die Schreiberin bei der Recherche zur Broschüre des großen österreichischen Innovationswettbewerbs Jugend Innovativ. Denn, so der persönliche Eindruck, es liegt vor allem an den Rahmenbedingungen, dass Neugierde, Wissensdrang und Experimentierfreude das hiesige Schulsystem überdauern. Sprich, Schulklima und Chemie zwischen Erwachsenen und Jugendlichen müssen stimmen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #5b5b5b;"><img class="size-full wp-image-928 alignleft" title="jugend innovativ" src="http://www.ninapopp.com/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/jugend-innovativ.jpg" alt="jugend innovativ" width="142" height="136" />In so eine Schule wäre ich auch gern gegangen, dachte sich die Schreiberin bei der Recherche zur Broschüre des großen österreichischen Innovationswettbewerbs Jugend Innovativ. Denn, so der persönliche Eindruck, es liegt vor allem an den Rahmenbedingungen, dass Neugierde, Wissensdrang und Experimentierfreude das hiesige Schulsystem überdauern. Sprich, Schulklima und Chemie zwischen Erwachsenen und Jugendlichen müssen stimmen. Und: Spinnen muss erlaubt sein.</span></p>
<p><span style="color: #5b5b5b;">Dann funktionieren sogar automatische Borkenkäferzählmaschinen, Dienstplan-Apps für das Rote Kreuz, coole Alternativen zum Eierbecher, Leuchtkörper mit Wohlfühlgarantie, Lernsysteme für beeinträchtige Menschen, neuartige Fahrradantriebssysteme, Krankonsolen, biosynthetischen Experimente&#8230; Lauter ausgezeichnete Ideen.</span></p>
<p><span style="color: #5b5b5b;">Denn Ende Mai wurden die Preise bei <a href="http://www.jugendinnovativ.at" target="_blank">Jugend Innovativ</a> vergeben. Für 29 von insgesamt 458 Projekten, die beim  Schulwettbewerb für innovative Ideen aus den Bereichen Business, Design, Engineering, Science sowie aus den Themenfeldern IKT und Klimaschutz eingereicht wurden, gab es Geld- und Reisepreise. </span></p>
<p><span style="color: #5b5b5b;"><a href="http://www.jugendinnovativ.at:80/Satellite.aspx?&amp;145=162&amp;143=1743&amp;8=36" target="_blank">29 Erfolgsgeschichten</a>, aus der Feder der forschungs- und innovationsaffinen Texterin, erzählen von spannenden Ideen, Projekterfahrung, motivierten SchülerInnen und engagierten LehrerInnen an Österreichs Schulen.</span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ninapopp.com/2010/06/07/924/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8230;und dann kam die Wende</title>
		<link>http://www.ninapopp.com/2009/06/23/minderheiten-in-suedosteuropa-nach-der-wende/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=minderheiten-in-suedosteuropa-nach-der-wende</link>
		<comments>http://www.ninapopp.com/2009/06/23/minderheiten-in-suedosteuropa-nach-der-wende/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 19:37:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Südosteuropa]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ninapopp.com/?p=699</guid>
		<description><![CDATA[Der Fall des Eisernen Vorhangs hat die Gesellschaften Europas auf allen Ebenen verändert. Im Westen und noch mehr in Ost- und Südosteuropa. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie es Minderheiten gelingt, ihre Identität unter den neuen Rahmenbedingungen zu bewahren. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mauer fiel und die Dörfer waren auf einmal leer. Zurück blieben die Alten. 20 Jahre nach der Wende, untersuchen Grazer WissenschafterInnen das Ethnomanagement deutscher und ungarischer Minderheiten in Südosteuropa. </p>
<p>Gelingt es, die Identität unter den neuen Rahmenbedingungen zu bewahren? Wie prägen einzelne Mitglieder der Minderheit das Leben in den Regionen Siebenbürgen (Rumänien), Slawonien (Kroatien), Slowenien, Südwestungarn und Vojvodina (Serbien)? Was wirkt von innen und was von außen?</p>
<p>Anders gefragt: Welche Bedeutung haben die Aktivitäten der Minderheitenorganisationen in den genannten Regionen und welche Einflüsse üben österreichische, deutsche sowie ungarische Institutionen auf die deutsche beziehungsweise ungarische Minderheit aus?</p>
<p>Mehr über „Die Wende im Kleinen“ erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe des Grazer Universitätsmagazins „<a href="http://www.uni-graz.at/ains2www_unizeit2_09.pdf" target="_blank">UNIZEIT</a>“.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ninapopp.com/2009/06/23/minderheiten-in-suedosteuropa-nach-der-wende/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zeit im Bild</title>
		<link>http://www.ninapopp.com/2009/02/20/ns-zeit-und-zeitgeschichte-graz/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=ns-zeit-und-zeitgeschichte-graz</link>
		<comments>http://www.ninapopp.com/2009/02/20/ns-zeit-und-zeitgeschichte-graz/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 18:48:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ninapopp.com/wordpress/?p=279</guid>
		<description><![CDATA[Wie un/sichtbar war der Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime in der Steiermark?  Und wie verändern sich die Un-Sichtbarkeit des Nationalsozialismus und seine Verbrechen nach Kriegsende 1945? Eine Ausstellung im Grazer Stadtmuseum zeigt Alltagsbilder aus der NS-Zeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erschienen in <strong>Unizeit</strong></p>
<p><em>Wie un/sichtbar war der Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime in der Steiermark? Und wie verändern sich die Un-Sichtbarkeit des Nationalsozialismus und seine Verbrechen nach Kriegsende 1945? Eine Ausstellung im Grazer <a href="http://www.stadtmuseumgraz.at/index.php?pageid=116&amp;sid=42" target="_blank">Stadtmuseum </a>zeigt Alltagsbilder aus der NS-Zeit.</em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em></em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em></em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em></em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Die Fragen, mit denen sich die Grazer HistorikerInnen seit Jahren auseinandersetzen, zielen auf die Rekonstruktion einer großformatigen Abbildung der NS-Zeit mit größter Detailgenauigkeit ab. Die Details, die sie Archivmaterialien und Protokollen, Berichten von ZeitzeugInnen<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>und jüngeren Recherchen entziehen, führen jeweils zurück zum Indivduum und zu der von den HistorikerInnen als zentral beurteilte Frage des individuellen<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>Dieser Spielraum habe sich bei der Bewertung des Verhaltens einfacher BürgerInnen als ebenso relevant erwiesen, wie bei der Untersuchung von NS-Eliten, meint die Grazer Historikerin Ursula Mindler.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Die Karriere des burgenländischen Gauleiters Tobias Portschy brachte sie zum Thema Macht und der Funktionsweise von Netzwerken vor und während der Zeit der NS-Herrschaft.<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>Woher rekrutierte die NSDAP ihre Mitglieder, als die Bewegung verboten war? Wie überdauerten die in der Illegalität geknüpften Bande Bruchstellen wie das Jahr 38? Wie ging man beispielsweise nach dem plötzlichen Zugang zur Macht mit Angehörigen der Sozialdemokratie um? Mindler stellte bei ihren Untersuchungen fest, dass manche Nazis die gemeinsame Zeit der Verfolgung offensichtlich in Erinnerung behielten und Nachsicht walten ließen, andere hingegen mit aller Härte verfuhren und mit dem Befehl von oben argumentierten.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong>Verfolgung der Roma</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Das Beispiel der Verfolgung der Roma zeigt aber auch, dass der persönliche Handlungsspielraum dafür genutzt wurde, in der Hierarchie nach oben zu intervenieren, um eigene Ziele voran zu treiben. Gauleiter Tobias Portschy, NS-Landeshauptmann des Burgenlandes, später Gauleiter-Stellvertreter der Steiermark und NS-Ideologe, war die treibende Kraft bei der Deportation der Roma, die ihr Todesurteil bedeutete. Nicht nur in der Steiermark, sondern auch per Eingaben an das Hauptquartier in Berlin mahnte er zur Eile und machte Vorschläge zu Inhaftierung und Abschiebung. Sein<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>1938 veröffentlichtes Memorandum „Die Zigeunerfrage“, enthält alle Überlegungen, die bis 1945 schrittweise umgesetzt wurden: das Schulverbot für Romakinder, die Zwangssterilisierungen, Einweisung in Arbeitslager und ab 1941 die Deportation von 5000 Roma nach Lodz. Die letzten in der Steiermark verbliebenen Roma wurde 1943 nach Ausschwitz deportiert. Die genaue Zahl der Todesopfer ist nicht bekannt. „Da wir keine wissenschaftlich abgesicherten Angaben machen können, haben wir uns in der Ausstellung im Stadtmuseum dazu entschlossen, den Platz, an der die Namen der Todesopfer stehen sollten, weiß zu lassen“, beschreibt die Historikerin den Versuch die sichtlich nicht erfolgte Aufarbeitung sichtbar zu machen.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong>Denunziantentum</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Denunziationen sind ein anderes Beispiel für die Überlagerung von sichtbaren und unsichtbaren Wahrnehmungen und Konflikten. Das enorme Ausmaß<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>des Denunziantenwesens belegen die Zahlen: Zwischen März 38 und Mai 1945 waren in der Steiermark von der Gestapo<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>und anderen Dienststellen insgesamt 46.730 Personen<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>ins Gefangenenhaus in der Paulustor eingeliefert worden. Während die Hälfte bald wieder auf freien Fuß kam, wurden mehr als 8000 den Gerichten übergeben, in ein KZ<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>(5416), ein Arbeitslager (2431), in das Gaukrankenhaus (782) oder ins Sonderkrankenhaus Feldhof (161) eingeliefert. Als Haftgrund genügten Witze oder auch beiläufig geäußerte Kritik, die häufig als Vorwand dienten, einen unbequem gewordenen Mitmenschen los zu werden. In nur fünf Prozent aller<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>Fälle wurde die Anzeige von Unbekannten erstattet.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Die nach 1945 vorgebrachte Entschuldigung, man habe die Konsequenzen der Anklage nicht gekannt, hat der<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>Grazer Historiker Heimo Halbrainer mit dem Hinweis auf die Berichterstattung entkräftigt. GegnerInnen des Regimes wurden in Zeitungen und auf Plakaten als „Volksschädlinge“, „Drückeberger“ und als „schamlose Weibsbilder“ weithin sichtbar diffamiert und öffentlich verurteilt.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Nach Kriegsende bekannte sich nur ein geringer Teil der Angeklagten zum Verrat am Nächsten, berief sich auf Andere, auf Zwangslagen oder die staatsbürgerliche Pflicht. Der politische Wandel zeigte sich, so Halbrainer, auch beim Wandel der Urteile und des Strafausmaßes, das mit dem Abstand zum Kriegsende vergleichsweise milder ausfiel. Und auch das Interesse der steirischen Medien versiegte.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong>Vergessen</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Während die Namen vieler steirischer Opfer, Todesort und -art bis heute nicht nachgewiesen werden können, ist das Schicksal von Sigfried Uiberreither weitgehend geklärt, der als Gauleiter<span style="color: #333333;"> die Enteignungen der Juden und Roma zu verantworten hatte, die brutalen Folgen der„Germanisierungspolitik“ in der Untersteiermark bis hin zu den Erschießungen politischer Gegner in der Endphase der NS-Herrschaft und die Durchführung der „Todesmärsche“ ungarischer Juden im April 1945. Er selbst floh am Tag vor dem Kriegsende aus Graz, wurde in Murau verhaftet und nach Nürnberg gebracht. 1947 konnte er unter dubiosen Umständen aus dem Gefängnis fliehen. Sein Grab befindet sich in Deutschland: In Sindelfingen wo er ab Mitte der 50er Jahre für einen Kühlgerätehersteller arbeitete. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Die letzten Jahre vor seinem Tod im Jahr 1984 soll Friedrich Schönharting, wie er sich nannte, als Alzheimerpatient mit dem Vergessen verbracht haben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ninapopp.com/2009/02/20/ns-zeit-und-zeitgeschichte-graz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Weiße Flecken und Grautöne</title>
		<link>http://www.ninapopp.com/2009/02/18/ns-zeit-und-zeitgeschichte-im-grazer-stadtmuseum/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=ns-zeit-und-zeitgeschichte-im-grazer-stadtmuseum</link>
		<comments>http://www.ninapopp.com/2009/02/18/ns-zeit-und-zeitgeschichte-im-grazer-stadtmuseum/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 18:33:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ninapopp.com/wordpress/?p=276</guid>
		<description><![CDATA[Was wussten die Menschen in der Steiermark tatsächlich von den Ereignissen und Verbrechen der NS-Zeit?  Was wollten sie wissen, was hätten sie wissen können? 

Siebzig Jahre nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten untersuchten Grazer GeschichtswissenschafterInnen Dokumente und Quellen aus einer neuen Perspektive und finden plausible Erklärungen für das Funktionieren des NS-Systems.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Erschienen in <strong>Unizeit</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em> </em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em>Was wussten die Menschen in der Steiermark tatsächlich von den Ereignissen und Verbrechen der NS-Zeit? Was wollten sie wissen, was hätten sie wissen können? </em><em> </em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em>Siebzig Jahre nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten untersuchten Grazer GeschichtswissenschafterInnen Dokumente und Quellen aus einer neuen Perspektive und fanden plausible Erklärungen für das Funktionieren des NS-Systems.</em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">1938. Irgendwo in Graz. Im Hintergrund Fahnen und Fähnchen mit dem Hakenkreuz und Menschen, die aus dem offenen Fenster winken. Im Vordergrund Frauen, Männer und Kinder auf einem provisorisch errichteten Gerüst, auf Leitern und Bretter gestützt, um gut zu erkennen, was da jenseits des Zauns die Straße herauf auf sie zukam. Wie die Personen am Bild auf die Bewegung vor Ort reagierten, ist aus dem Bild nicht ersichtlich. Aber: Wer sehen wollte, konnte offensichtlich sehen.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Ein Bilddokument als Antithese zum „Wir haben nichts davon gewusst“, jenem Stehsatz ohne den kaum eine Diskussion zur NS-Zeit auskommt. Was wussten<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>die Menschen in der Steiermark tatsächlich von den Ereignissen und Verbrechen, was wollten sie wissen, was hätten sie wissen können? Wie funktionierte das System und wie der Widerstand dagegen?</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong>Un/Sichtbar</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Siebzig Jahre nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten lassen sich diese Fragen nicht restlos beantworten, aber Grazer ZeitgeschichtlerInnen<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>haben wichtige Entwicklungslinien durch die vielschichtigen Phänomene vor, während und nach der NS-Zeit freigelegt. Grautöne im historischen Rasterbild, die das traditionelle Schwarz-Weiß-Muster definitiv ablösen könnten.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Nationalsozialistische Herrschaftspraxis in der Steiermark: Herrschaft &#8211; Verfolgung &#8211; Widerstand – Alltag. Der Titel der Forschungsprojekte am <a href="http://www.uni-graz.at/gesgxwww/" target="_blank">Institut für Geschichte </a>unter Leitung von Helmut Konrad, holt weit aus. Aus Notwendigkeit, um der Komplexität der Ereignisse und Phänomene zu entsprechen. Projetkmitarbeiterin Ursula Mindler, Heimo Halbrainer vom Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit <a href="http://www.clio-graz.net/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=18&amp;Itemid=31" target="_blank">Clio</a>, und Gerald Lamprecht, <a href="http://www.uni-graz.at/cjs-graz/" target="_blank">Centrum für Jüdische Studien</a>, haben das wissenschaftliche Konzept für eine Ausstellung von Clio erarbeitet, die seit September 2008 im Stadtmuseum Graz und im Landhaushof zu seihen ist. Unter dem Titel „un-SICHTBAR“ greift sie die Themen des Forschungsprojekt auf.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong>Macht und Zustimmung </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Die geschichtswissenschaftliche Betrachtung hat einen entscheidenden Wandel erlebt. So wird der begriff der NS-Herrschaft nicht mehr als Idee einer von oben durch Eliten gelenkten Diktatur<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>verstanden, sondern als das Zusammenspiel verschiedenster Akteure, von Herrschenden und Beherrschten, wie Gerhard Lamprecht<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>den Begriff der „sozialen Praxis“ definiert.<span style="mso-spacerun: yes;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Damit kann das in der Proklamation über die Selbständigkeit Österreichs gezeichnete Bild vom „macht- und willenlos gemachten Volk“ nicht aufrecht bleiben. Das Erklärungsmodell von den „Nazis“, die in den 30er Jahren das österreichische Volk erst mit Versprechungen verzaubert, dann überfallen, zu unmenschlichen Verbrechen verleitet, in den Ruin geführt und zuletzt zwischen Schuld und Sühne zerrissen zurückgelassen haben, verliert vollends an Kraft.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong>Ermessen und Courage</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Stattdessen zeichnet Gerald Lamprecht das Bild der „Zustimmungsdiktatur“ – ein vom deutschen Historiker Götz Aly lancierter Begriff &#8211; , die gleichermaßen von oben und unten ermöglicht wurde. „Sie nahm einerseits auf die Meinungen und Befindlichkeiten des ,Volkes’ in vielerlei Hinsicht Rücksicht und erfuhr andererseits von den ‚VolksgenossInnen’ entsprechende Unterstützung und Rückhalt.“<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>Nicht allein der Terror von SS, SA und Gestapo, sondern erst das „konkrete Agieren und Interagieren der Menschen in ihren jeweiligen ideologischen und alltäglichen Rahmen“ ermöglichten die Durchsetzung nationalsozialistischer Politik.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">War es also Ermessenssache, ob jemand mitmachte oder opponierte? Charaktersache? Frage von Zivilcourage oder Schwäche? Nach Ansicht der HistorikerInnen stand es den Menschen tatsächlich frei, ihren jeweiligen Handlungsspielraum zu nutzen. Die individuelle Entscheidung für oder wider passierte allerdings in einem Kontext, der in den 30er Jahren von der zunehmend antisemitischen Tradition, autoritären, antidemokratischen Ideologien und schwierigen ökonomischen Rahmenbedingungen durchwoben war. Vor diesem Hintergrund erklärt sich die Spaltung der Gesellschaft in Dazugehörige und Ausgeschlossene ab dem März 38, einer Gesellschaft, in der Verfolgung von Juden, „Zigeunern“, „Asozialen“ und politisch Andersdenkenden von weiten Teilen der Bevölkerung toleriert wurden. Im wahrsten Sinn des Wortes: geduldet und mitgetragen.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong>Pressemeldungen</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Parallel zur Schlechterstellung der einen Gruppe passierte die Besserstellung der anderen. Allein dieses Faktum lässt den Satz, man habe von nichts gewusst, schwer verständlich erscheinen: angesichts der historisch belegten Veränderungen in der Nachbarschaft, die erfahrungsgemäß nicht unbemerkt bleiben. Angesichts von Wohnungen und Geschäften bekannter Kaufleute, die mit einem Mal günstig zum Kauf angeboten waren. Angesichts der KollegInnen, die von einem Tag auf den anderen nicht mehr zur Arbeit erschienen. Ein Blick in die Tageszeitungen der Epoche beweist, dass alle Gesetzesänderungen in Berichten und Kommentaren publik gemacht wurden, und die Auswirkungen der neuen Politik über die Chronik bis in den Inseratenteil zu verfolgen waren. Von Denunziationen über Verurteilungen bis zum Angebot von „arisierten“ Eigentum.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong>Widerstand</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Schon vor dem März 38 gab es auch Gegenstimmen. Heimo Halbrainer hat sich mit dem Widerstand von SteirerInnen seit längerem auseinandergesetzt und dabei Einzelpersonen und Gruppierungen mit unterschiedlich starker Oppositionskraft untersucht.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Aus Berichten von ZeitzeugInnen und schriftlichen Dokumenten wissen wir daher von<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>couragierten Frauen, die in Flugblättern und Artikeln schon vor dem März 38 vor der inhumanen NS- Ideologie warnten, ebenso von Partisanen im Koralmgebiet, Kommunisten oder steirischen Priestern, die ihren persönlichen Handlungsspielraum zum Widerstand gegen rassistische und inhumane Ideologien nutzten. Wer sehen wollte, konnte offensichtlich sehen.<span style="mso-spacerun: yes;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Erika Thümmel, die Gestalterin der Grazer Ausstellung im <a href="http://www.stadtmuseumgraz.at/index.php?pageid=116&amp;sid=42" target="_blank">Stadtmuseum</a>, hat das Bild der Leitern und Bretter aufgenommen, um dem interessierten Publikum die Sicht auf historisch gesicherte Fakten zu ermöglichen: Die Laptops, die auf den Brettern eingerichtet sind, liefern Daten zur steirischen NS-Vergangenheit.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ninapopp.com/2009/02/18/ns-zeit-und-zeitgeschichte-im-grazer-stadtmuseum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Top, aber nicht an der Spitze</title>
		<link>http://www.ninapopp.com/2009/01/30/frauen-in-wissenschaft-und-technik/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=frauen-in-wissenschaft-und-technik</link>
		<comments>http://www.ninapopp.com/2009/01/30/frauen-in-wissenschaft-und-technik/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 18:25:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ninapopp.com/wordpress/?p=270</guid>
		<description><![CDATA[Frauen in Toppositionen sind Ausnahmeerscheinungen. Im naturwissenschaftlich-technischen Bereich besonders. Gendermanagement empfiehlt Alternativen, die lohnen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Erschienen in <strong>Factory Woman</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em style="mso-bidi-font-style: normal;"></em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em style="mso-bidi-font-style: normal;">Frauen in Toppositionen sind Ausnahmeerscheinungen. Im naturwissenschaftlich-technischen Bereich besonders. Gendermanagement empfiehlt Alternativen, die lohnen. </em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Ihr Spezialgebiet ist süß. Der Zucker, den die Chemikerin Tanja Wrodnigg entwickelt hat, soll die Heilwirkung von Medikamenten gegen Stoffwechselerkrankungen künftig entscheidend verbessern soll. Die Anerkennung der Branche ist der Grazerin sicher. Was sie von ihrer beruflichen Zukunft bedauernswerter Weise nicht behaupten kann. Und das stimmt sie mehr als sauer. „Frustrierend und unbefriedigend“ beschreibt die exzellente Wissenschafterin den Status quo. „Momentan arbeite ich in einem Habilitandinnen-Projekt, das auf sechs Jahre befristet ist. Aber was dann? Diese Unsicherheit macht mir wirklich zu schaffen.“</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Dabei hat alles so vielversprechend begonnen: Studium, Hertha-Firnberg- und Schrödinger-Stipendium, Dissertation, Teilzeit am Institut für Organische Chemie und während all dieser Zeit die Unterstützung durch einen wissenschaftlichen Mentor, was noch keine Selbstverständlichkeit ist, wie Praxis und Studien gleichermaßen bestätigen. Nun, da sich Wrodnigg als eine der wenigen Chemikerinnen an einer technischen Universität habilitiert hat, spürt sie, was es heißt an der gläsernen Decke angekommen zu sein.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Kraftvoller Start</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">„Studienaktiv“, äußerst mobil, wie die überdurchschnittliche Beteiligung an internationalen Austauschprogrammen zeigt,<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>erreichen viele Studentinnen mit ausgezeichneten Bewertungen den ersten akademischen Abschluss. „Und dann wird’s tragisch“, bestätigt Kommunikationsexpertin Ute Riedler-Lindthaler die Situation. Beim wissenschaftlichen Personal liegt der Frauenanteil an der TU Wien beispielweise bei 17,3 Prozent, unter den Habilitierten bei 10 Prozent. In der außeruniversitären Forschung ist zwar Bewegung zu erkennen, insgesamt stagniert der Frauenanteil: Statt halbe-halbe, heißt es 20 zu 80.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Laut Genderbooklet 2007 bleibt nicht alles, aber vieles beim Alten: Je niedriger das Einkommen, umso höher der Frauenanteil, je höher die Position, desto niedriger der Frauenanteil in naturwissenschaftlich-technischer Forschung. Frauen in Spitzenpositionen zählen immer noch zu einer raren Spezies. Und was die Studie für den außeruniversitären Bereich zutage fördert, gilt auch für die Situation an Österreichs Universitäten.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Ernüchternde Zahlen, wie Forschungsstaatssekretärin Christa Kranzl<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>in Alpbach anlässlich einer Diskussion über Innovation und Chancengleichheit zugeben musste.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">In der Warteschleife</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Wohin gehen die hochqualifizierten Technikerinnen? „Zum Teil bleiben sie auf der Karrierestufe des wissenschaftlichen Personals“, sagt Riedler-Lindthaler, die seit Jahren Forscherinnen in Fragen der Karriereplanung coacht.<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>Von ihren Vorgesetzten geschätzt, weil sie sich durch ebenso hohe fachliche Kompetenz wie Bescheidenheit auszeichnen, werden die Wissenschafterinnen in freien Verträgen und Projekten jahrelang in der Schleife gehalten. Auch außerhalb ihrer Forschungsstätte bleiben sie meist unbemerkt, wie Riedler-Lindthaler aus ihrer Praxis weiß. Es kommt durchaus vor, dass die Leistungen der Wissenschafterinnen von männlichen Kollegen oder Vorgesetzten präsentiert und publiziert werden ohne, dass die eigentlichen Autorinnen Anspruch auf Urheberschaft anmelden.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">„Viele Frauen in der naturwissenschaftlichen Forschung sind toll, aber man weiß nicht, dass sie da sind!“, analysiert die Expertin.<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>In Coachings und Workshops weist Riedler Lindthaler die Teilnehmerinnen daher darauf hin, dass es neben der fachlichen Exzellenz mindestens ebenso auf Erfahrung in der Lehre, Führungs- und Managementkompetenz und Soft Skills ankommt. Präsentations- und Gesprächstechniken, Bewerbungstraining und eine auf den wissenschaftlichen Kontext ausgerichtete Strategieplanung<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>zählen zum fixen Inventar der Workshops, die sie in den letzten Jahren für junge Wissenschafterinnen mitentwickelt hat.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Ein Angebot, das auf reges Interesse stoßt. Bei Forscherinnen, die an der Universität bleiben, wie für jene Mehrheit, die sich einen sicheren Arbeitsplatz in der Industrie suchen, weil seit der Universitätsreform befristete Dienstverhältnisse Mangelware sind.<span style="mso-spacerun: yes;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Rüstzeug für die Tour de force</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">„Frauen müssen für den Markt besser gerüstet sein“, meint<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>Mag. Daniela Stein vom Business Frauen Center Kärnten, das Frauen bei ihrer Karriere im Süden Österreichs fördert. Persönliches Engagement<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>brauche allerdings veränderte Rahmenbedingungen, die den Bedürfnissen von hochqualifizierten Frauen und Männern gerecht werden. Als bewährtes Instrument nennt Stein Mentoringprogramme. Gerade erst sei ein internes Mentoring mit Infineon entwickelt worden, bei dem die Technikerinnen nachweislich von der Erfahrung ihrer Mentoren profitierten. Nach Abschluss des Projekts hat ein Drittel der Teilnehmerinnen beruflichen Aufstieg und damit auch finanziellen Gewinn erreicht.<span style="mso-spacerun: yes;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Gendermanagement</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Chancengleichheit an der Spitze setzt breiten Konsens an der gesellschaftlichen Basis voraus. Oder wie es Ingrid Schacherl vom Joanneum Research im Genderbooklet 2007 formuliert: „Für die nachhaltige Implementierung der Genderperspektive in Organisationen ist ihre institutionelle Verankerung von entscheidender Bedeutung.“ Der Weg zu tatsächlicher Chancengleichheit verläuft notwendigerweise über Gendermanagement.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Bereits jetzt stehen taugliche Instrumente dafür zur Verfügung. Chancengleichheit in Organisations- und Projektentwicklung, Kinderbetreuung und Fortbildung bringen den Beschäftigten Aufstiegschancen und größere Zufriedenheit. Den Unternehmen garantiert gendergerechtes Management jedenfalls klare Wettbewerbsvorteile, da „die Potenziale des vorhandenen Personals optimal genutzt werden können“.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Die FEMtech-Studie, die künftigen Initiativen wertvolle Daten über Bedürfnisse der Beschäftigten und Auswirkungen von Gender-Impulsen zur Verfügung stellt, zeigt auch das starke Engagement von Frauen. Tanja Wrodnigg ist sich ihrer Vorbildfunktion durchaus bewusst: „Nur: Wie kann ich junge Frauen für eine Karriere in der Technik motivieren, wenn mir selbst die Perspektive fehlt?“</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ninapopp.com/2009/01/30/frauen-in-wissenschaft-und-technik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zellforschung und Daten-Highway</title>
		<link>http://www.ninapopp.com/2009/01/28/zellforschung-und-daten-highway/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=zellforschung-und-daten-highway</link>
		<comments>http://www.ninapopp.com/2009/01/28/zellforschung-und-daten-highway/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 17:43:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ninapopp.com/wordpress/?p=147</guid>
		<description><![CDATA[Enormer technologischer Aufwand, Know-how und Kooperationsbereitschaft sind die Ingredienzien für den Erfolg, den WissenschafterInnen des Grazer Instituts für Genomik und Bioinformatik gemeinsam mit französischen MedizinerInnen errungen haben]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">Erschienen in <strong>TUG Print</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"><em style="mso-bidi-font-style: normal;">Enormer technologischer Aufwand, Know-how und Kooperationsbereitschaft </em><em style="mso-bidi-font-style: normal;">sind die Ingredienzien für den Erfolg, den WissenschafterInnen des Grazer Instituts für Genomik und Bioinformatik gemeinsam mit französischen MedizinerInnen errungen haben: Im Rahmen des GEN-AU Projektes Bioinformatik-Integrationsnetzwerk erbrachten sie den Nachweis für den Einfluss des Immunsystems auf die Tumorentwicklung bei DickdarmkrebspatientInnen.</em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">Wer im fünften Stock des Gebäudes in der Petersgasse von seinem Computer auf- und durch die großen Fenster über Graz blickt, wird nach einiger Zeit unweigerlich am LKH-Komplex in einiger Entfernung hängen bleiben. Auch inhaltlich konzentrieren sich die WissenschafterInnen in ihrer Forschung auf konkrete medizinische Fragestellungen. Wie kommt es, dass sich gesunde Zellen in so genannte bösartige verwandeln, lautete beispielsweise die einfache Frage am Beginn eines schließlich hoch komplexen Forschungsprojekts, in dem</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">französische WissenschafterInnen nach zweckdienlichen Hinweisen für die Therapie von DickdarmkrebspatientInnen suchten. Ausgehend vom vermuteten Zusammenhang zwischen Immunsystem und Krebsentstehung präzisierten sie die Fragestellung: Werden Krebszellen vom Immunsystem als fremde Zellen erkannt oder unterstützt das Immunsystem gar die malignen Strukturen? Das Interesse der ForscherInnen des Institut National de la Santé Et de la Recherche Médicale (INSERM) galt vor allem der frühen Tumorausbreitung beim Krankheitsverlauf des kolorektalen Karzinoms, mittlerweile zweihäufigste Tumorerkrankung in Mitteleuropa.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Achse Paris-Graz</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">Über einen Zeitraum von 15 Jahren wurden in Spitälern des Großraums von Paris klinische Daten von rund 1000 PatientInnen gesammelt. Von 400 PatientInnen hatte man auch pathologische Proben, von einer kleineren Gruppe zusätzliche Gewebsproben entnommen, die hinsichtlich der lokalen Immunreaktion mit Hilfe neuer Technologien untersucht wurden: mittels Durchflusszytometrie, Echtzeit- PCR-Test mit Low-Density-Array und Gewebe-Mircoarrays. Letzteres etwa ein High-Tech-Verfahren, bei dem hunderte Gewebsproben in hauchdünnen Schichten mit speziellen Robotern auf Glasplättchen aufgebracht und mit Hilfe eines Software- Tools gleichzeitig und somit zeitsparend erfasst werden können. Am Ende dieser aufwendigen Projektphase stand eine enorme Datenmenge zur Verfügung, aus der analog zur sprichwörtlichen Heuhaufennadel biologische Marker herausgefiltert werden sollten. Eine diffizile Aufgabe also, mit der sich die Pariser ImmunologInnen im Jahre 2001 an die Arbeitsgruppe um Zlatko Trajanoski, wandten. Nicht zufällig, wie der Leiter des Grazer Christian-Doppler-Labors und Instituts für Genomik und Bioinformatik der TU Graz erzählt, sondern Folge früherer erfolgreicher Zusammenarbeit der beteiligten WissenschafterInnen am National Institutes of Health, Bethesda, Maryland, in den USA.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Sensationeller Fund</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">Neben Trajanoski stellten sich auch eine Statistikerin sowie zwei Datenbankund Software-Entwickler der Herausforderung, eine Datenbank zu entwerfen, mittels derer man in der Lage sein würde, sowohl Laborparameter, als auch klinische und chirurgische Parameter zu systematisieren und zu analysieren. Als dies fürs Erste gelungen war, sollten noch unzählige Male Zwischenergebnisse vom Server in der Grazer TU via Internet und Browser in die Pariser Labors transferiert und mit den Ergebnissen neuer Laborbefunde beantwortet werden. Vier Jahre dauerte es, bis die Kooperation im Rahmen des GEN-AU</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">Projektes Bioinformatik-Integrationsnetzwerk schließlich den Nachweis für die Existenz bestimmter Immunzellen erbrachte, die den Krankheitsverlauf entscheidend beeinflussen. So berichtet das renommierte The New England Journal of Medicine (N Engl J Med 353;25, 2654 – 2666. www.nejm.org) über so genannte Effektor-Gedächntis-T-Zellen, die eine frühe Tumorausbreitung über Nervenbahnen und Lymphsystem verhindern und dafür verantwortlich sind, dass PatientInnen länger überleben.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">Die Entdeckung der diagnostischen Marker, hat, wie Zlatko Trajanoski erklärt, konkrete Konsequenzen für die Therapie: „Durch die Klassifikation gibt es nunmehr ein wichtiges Argument für oder gegen den Einsatz von Chemotherapie, die in jedem Fall schwerwiegende Belastungen für den Organismus der KrebspatientInnen mit sich bringt, weil sie das Immunsystem lahm legt.“ Die neue Entscheidungshilfe verspricht bei der Behandlung von kolorektalem Karzinom darüber hinaus einen greifbaren Vorteil, da sich in der Vergangenheit gezeigt hat, dass der Effekt adjuvanter Therapien in unterschiedlichen Stadien der Tumorausbreitung unterschiedlich ausfällt, will heißen, dass Chemotherapie die Heilungschancen im einem Tumorstadium nachweislich steigert, im anderen Fall nicht. Während die Behandlungsstrategien sich bislang auf Erfahrungswerte stützten, stehen nun konkrete Daten zur Verfügung.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Nutzen für Gesundheitsökonomie </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">Den wirtschaftlichen Nutzen zu quantifizieren, überlässt der Bioinformatiker Trajanoski Wirtschaftsexperten. Langfristig haben die Optimierung der therapeutischen Anwendung und die damit zu erwartende Therapieverkürzung und Kostenverringerung zweifellos errechenbare Folgen für Volksgesundheit und Gesundheitsökonomie. Konkreten Nutzen verspricht zum andern die Entwicklung einer Testmethode, mit der sich die entdeckten Marker bei PatientInnen feststellen lassen.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">Als gewinnbringend für das Institut selbst kann das Interesse der High-Tech- Schmiede Siemens Corporate Research, Princeton/NJ, USA bewertet werden. In Kooperation mit den Bioinformatikern soll die Anwendung der erarbeiteten Daten bei neuen Technologien erprobt</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">werden, von der sich das Unternehmen zusätzliche Features erwartet: So könnten etwa die bildgebenden Geräte (CT, MR) entsprechend dem jeweiligen medizinischen Bedarf angepasst werden.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">Das positive internationale Echo freut die Grazer WissenschafterInnen, gedanklich befinden sie sich bereits einen Schritt weiter und erarbeiten im Rahmen des GEN-AU Projekts, dessen Finanzierung bis 2008 verlängert wurde, nun weitere Spezifizierungen, die eine auf</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">die PatientInnen abgestimmte Therapie versprechen. Auf dem Gebiet der Grundlagenforschung sucht man indessen nach Möglichkeiten, die relevanten Zellen, die der Tumorausbreitung entgegenwirken, zu vermehren. „Wir kennen entsprechende Methoden, bei denen diese Zellen isoliert, vervielfältigt und anschließend den PatientInnen</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">eingepflanzt werden.“ Parallel dazu analysiert man das Verhalten genetischer Netzwerke bzw. die Interaktion der verschiedenen Gene untereinander.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Analogieschluss?</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">Angesichts dieser rasanten Entwicklung stellt sich die Frage, ob die Ergebnisse der Untersuchung auch Rückschlüsse auf andere Krebserkrankungen zulassen. „Es gibt Hypothesen“, zeigt sich Trajanoski vorsichtig, „die aber erst durch Untersuchungen verifiziert</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">werden müssen.“ Als konkretes Beispiel, ähnliche Verfahren bei anderen Karzinomerkrankungen anzuwenden, führt er ein Pariser Projekt an, das zurzeit Proben von</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">LungenkrebspatientInnen sammelt. Die Publikation des erfolgreichen Projekts ließe aber durchaus den Schluss zu, dass die Idee von weiteren Institutionen der Krebsforschung aufgegriffen wird, zeigt sich der Bioinformatiker optimistisch. Dabei sieht er auch Verwendung für das Grazer Know-how: „Die Struktur unserer Datenbank lässt sich relativ einfach modifizieren und an die unterschiedlichen Anforderungen, etwa spezifischen Parameter anderer Krebsarten adaptieren.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">Die Grundstruktur ist immer die gleiche: Es geht um die Integration von klinischen und molekularbiologischen Daten.“</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Treibende Kraft</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">Im Fokus der Betrachtung steht dabei stets die Entwicklung von spezialisierten Zellen, von Krebs- und seit längerem auch die Entwicklung von Fettzellen. „Das vergangene Jahr war das erste Jahr in der Menschheitsgeschichte“, gibt Zlatko Trajanoski zu bedenken, „in dem es mehr übergewichtige, nämlich eine Milliarde, als untergewichtige Menschen gab.“ Ein oberflächlicher Blick auf die bekanntesten Folgen wie Herz-Kreislauferkrankungen,</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">Diabetes, etc. beweist auch in diesem Fall die Relevanz des Forschungsgegenstands. Wie bei der Untersuchung der Krebszellen werden mit neuesten Technologien der Datenverarbeitung Gene und deren Interaktionen untersucht, kooperieren BioinformatikerInnen mit BiowissenschafterInnen. Aufgrund der Ergebnisse von Zellkulturen und Modellsystemen im Labor werden Hypothesen generiert, die wiederum durch Experimente verifiziert werden und nach einem technologisch aufwendigen Pingpong schließlich den Erkenntnisgewinn gewährleisten sollen. „Der gesamtgesellschaftliche Impact unserer Projekte ist hoch“, meint Trajanoski. Für ihn persönlich liege gerade darin die treibende Kraft, sich so grundsätzlichen, im Alltag relevanten Themen, wie eben der Lebensqualität von Kranken, den Folgen falscher Ernährung oder ähnlichem mit Mitteln der Hochtechnologie zu nähern und konkrete Problemlösungen anzubieten. „Dies ist wohl auch der Grund, weshalb unsere Projekte die notwendigen Fördermittel, meist vom Bundesministerium bzw. vom FWF, erhalten“, schließt er.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">Datenanalyse und Datenmanagement. Zellforschung und Daten-Highway. Die Begriffe passen zueinander und beschreiben in Kurzform das Spektrum der rund 30 Forscherinnen und Forscher am Institut für Genomik und Bioinformatik, die sich mit ihren Arbeiten zu medizinischen Problemen in kürzester Zeit eine Spitzenposition in einem noch jungen Forschungszweig erobert haben. Die in diesem Zusammenhang unverzichtbare Kooperation mit internationalen WissenschafterInnen hat in der letzten Zeit durch das an der TU Graz eingerichtete „Center for Biomedical Engineering“ einen wichtigen Impuls erhalten.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ninapopp.com/2009/01/28/zellforschung-und-daten-highway/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mit Zucker auf Touren</title>
		<link>http://www.ninapopp.com/2009/01/28/mit-zucker-auf-touren/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=mit-zucker-auf-touren</link>
		<comments>http://www.ninapopp.com/2009/01/28/mit-zucker-auf-touren/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 17:24:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ninapopp.com/wordpress/?p=141</guid>
		<description><![CDATA[Car Competition bedeutet schlicht Autorennen. Komplizierter wird es, wenn von ChemCar Competition die Rede ist. Der Clou an der Sache: Die kleinen Boliden müssen durch eine chemische Reaktion auf Touren kommen. 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em style="mso-bidi-font-style: normal;">Car Competition bedeutet schlicht Autorennen. Komplizierter wird es, </em><em style="mso-bidi-font-style: normal;">wenn von ChemCar Competition die Rede ist. Der Clou an der Sache: </em><em style="mso-bidi-font-style: normal;">Die Boliden müssen durch eine chemische Reaktion auf Touren kommen. </em><em style="mso-bidi-font-style: normal;">Unter den neun Teams, die sich der kniffligen Herausforderung beim ersten </em><em style="mso-bidi-font-style: normal;">Wettbewerb auf europäischen Boden stellten, starteten auch zwei Teams </em><em style="mso-bidi-font-style: normal;">der TU Graz.</em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Statt Ferrarirot dominierte das Weiß von Labormänteln. Ansonsten unterschied sich die Spannung beim ersten ChemCar Rennen in Wiesbaden nur geringfügig vom alljährlichen Formel 1- Spektakel am 100 km entfernten Hockenheimring. „Die Begeisterung auf dieser akademischen Veranstaltung war sensationell und das Interesse für die unterschiedlichsten Lösungen unglaublich motivierend!“, beschreibt Verena Mertlitz, gewissermaßen Rennstallleiterin des EncyMoto- Racing-Teams, das große Rennen vor wenigen Wochen. Im Rahmen der Jahrestagungen der GVC Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen und der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie wollten sich neun Teams der kniffligen Herausforderung stellen.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Bakterien im Tank</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Alle hatten sie Boliden konzipiert und konstruiert, die in einer Schuhschachtel Platz finden, durch eine chemische Reaktion angetrieben und dennoch umwelttechnisch unbedenklich sein mussten. Und als ob dies noch nicht genug wäre, verbietet das Reglement Fernsteuerung sowie Bremsen und verlangt dennoch, dass die Rennmaschinen starten und zum Stillstand kommen. An der Startlinie standen schließlich acht ChemCars, &#8211; ein Team war von Bakterien, die chemisch reagieren sollten, im Stich gelassen worden.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Nicht auf Bakterien, sondern auf Biokatalyse setzten die sechs Studierenden des EnzyMoto-Racing-Teams, die mit einem 30 cm langen Truck ins Rennen gingen. In der selbst gebauten Batterie verwendeten sie platiniertes Titannetz als Kathode, Zinkblech als Anode und nutzten so die elektrochemische Halbzellenreaktion der Zinkoxidation, die mit der elektrochemischen Reduktion von Wasserstoffperoxid kombiniert wurde. Die Treibstoffformel lautet folglich: Zn + H2O2 + 2H+ &gt; 2H2O + Zn2+</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Leichtgewicht</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Das Besondere an dieser Reaktion erklärt Mertlitz, sei die Tatsache, „dass Wasserstoffperoxid nicht direkt als Chemikalie getankt wird, sondern als Nebenprodukt aus der enzymatischen Oxidation von Glucose zum zugehörigen Lacton mit Hilfe von Glucose-Oxidase und Luftsauerstoff entsteht.“ Als Träger für das Oxidationsmittel des ChemCars wählten die Studierenden des Grazer Instituts für Thermische Verfahrenstechnik und Umwelttechnik die ökologisch unbedenkliche Glucose. Damit dieses umweltfreundliche Auto quasi mit Zucker auf Touren kommen konnte, musste es allerdings auf Gewicht verzichten. „Während die anderen Wagen etwa 4 kg auf die Waage brachten, wog unseres nur 1,5 kg“, so Mertlitz. In eigenen Beständen wurde nach Legosteinen für das Chassis gekramt, der 0,15 Watt starke Motor stammt aus einem Schülerbaukasten, die Zellräume sind aus leichtem PVC, der Wassertank aus Polyesterharz gedichtetem Karton.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Labor im Hotel</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Nach 1300 Arbeitsstunden und vielen Testkilometern im Institutskeller waren das sechsköpfige Team und ihre Betreuer, Matthäus Siebenhofer und Christoph Gruber zuversichtlich, die Feinabstimmungen im Mini-Labor des Wiesbadner Hotelzimmers liefen ebenfalls viel versprechend. Ins Schnaufen kam man erstmals, als die Jury kurz vor Beginn des Wettbewerbs jedem Team eine individuelle Distanz und Beladung zuloste. Mit 28,8 m und 500 ml Wasserladung hatte EnzyMoto-Racing jeweils die maximale Forderung erwischt.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">„Zweimal durfte gestartet werden und bereits beim ersten Mal kam unser Auto großartig vom Fleck. Unglücklicherweise driftete es nach wenigen Metern in eine Dehnungsfuge und blieb hängen, beim zweiten Versuch wurde dem kleinsten Auto im Bewerb ein Klebeband, das als</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Distanzmarker diente, zum Verhängnis“, bedauert die Rennstallsprecherin.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Starke Konkurrenz</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">„Unser Auto war zu leichtgewichtig, während unsere Grazer KollegInnen mit dem gegenteiligen Problem zu kämpfen hatten.“ Das siebenköpfige HTU – ChemCar- TEam, das von Viktor Hackeram Institut für Chemische Technologie betreut wurde, hatte einen Truck ins Rennen geschickt, dessen Motor durch Polymer-Elektrolyt-Membran- Brennstoffzellen versorgt wurde. Die Wasserstofferzeugung erfolgt dabei direkt am Fahrzeug mittels einer Umsetzung von Zinkpulver mit einer verdünnten Schwefelsäure, in einem eigens dafür bebauten Druckbehälter. Den Sauerstoff für die Brennstoffzelle stellten die KonstrukteurInnen mittels einer Patrone bereit.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Die Idee war stark, der Antrieb zu stark, machte in Summe Platz 7. Platz sechs ging an EnzyMoto-Racing. Gold und damit auch eine Prämie von 2000.- € erhielt ein Team der TU Clausthal: Ausgestattet mit einer Edelstahl-Aluminium- Batterie und Kalilauge, der Natriumcarbonat als Oxidationsmittel zugesetzt wurde, erreichte „Playmobil“ das Ziel am nächsten.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">„Gewonnen“, ist Siebenhofer überzeugt, „haben alle Beteiligten.“ Denn der Wettbewerb erfordere und fördere gleichermaßen Fachwissen wie Problemlösungskompetenz, Organisationsvermögen, Projektarbeit und Präsentationstechniken. Wie das Modell im nächsten Jahr heißen wird, ist noch ungewiss. Klar ist, die Grazer sind wieder dabei.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ninapopp.com/2009/01/28/mit-zucker-auf-touren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zwischen patria und potestas</title>
		<link>http://www.ninapopp.com/2009/01/28/viel-ehr-wenig-recht/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=viel-ehr-wenig-recht</link>
		<comments>http://www.ninapopp.com/2009/01/28/viel-ehr-wenig-recht/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 10:54:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ninapopp.com/wordpress/?p=48</guid>
		<description><![CDATA[Vom schwachen Geschlecht bis zur freien Frau. Über die Position der Frau im römischen Recht.
 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto; mso-outline-level: 3;"><em>Vom schwachen Geschlecht bis zur freien Frau. Über die Position der Frau im römischen Recht.</span></em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto; mso-outline-level: 3;"><em></em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto; mso-outline-level: 3;"><em></em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Skylla- betitelt sich eine Publikation, an der die Grazer Juristin Evelyn Höbenreich zusammen mit ihrem italienischen Kollegen vom Institut für Römisches Recht an der Juridischen Fakultät Foggia, Italien gearbeitet hat. Weniger Furchterregendes verrät der Untertitel: Fragmente einer juristischen Geschichte der Frauen im antiken Rom. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Die Assoziation zur Skylla, dem sprichwörtlich gewordenen Monstrum mit zwölf Füßen und sechs Köpfen auf langen Hälsen, je einem Hunde-, Löwen-, Wal-, Medusen-, Raupen- und Menschenkopf spielt auf einen tiefenpsychologischen Aspekt an, der insbesondere im zweiten Teil des Buches zur Sprache kommt. In diesem versucht der italienische Jurist, der seit längerem die Position der Frau im Römischen Recht untersucht, den Zusammenhang aufzuzeigen, der zwischen den normativen Entscheidungen und Diskursen über weibliche Sexualität besteht, welche von Mal zu Mal diese Entscheidungen determinierten oder legitimierten</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">P</span></strong><strong><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt;">olemik statt Diskurs</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><strong></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">Das Wort Monstrum selbst findet sich schon im ersten Teil, der den familiären und gesellschaftlichen Hintergrund beleuchtet, als wenig schmeichelhaftes Epitheton einer gewissen C. Afrania, der Ulpian und Valerius Maximus ihr vehementes Auftreten vor Gericht zum Vorwurf machen. Mit ihrem Geschrei habe sie die Gerichtsbehörde belästigt. Ein „monstrum&#8221;, über dessen Todeszeitpunkt man die Nachwelt besser unterrichtet, als von seiner Geburt, schreibt der Chronist. Polemik statt substanziellem Diskurs, eine Methode, der die Gegner der Frauenbewegung bis in unsere Tage treu geblieben sind.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">Ob Anekdote oder Realität sei dahingestellt – tatsächlich lebte zur Zeit Sullas eine Caia Afrania – , Höbenreichs Interesse richtet sich vielmehr auf die Frage, „ob die beschriebenen Sachverhalte miteinander in Einklang stehen, auf welcher Grundlage die Maßnahme fußte und welchen historischen Hintergrund sie hatte.&#8221; </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">Im konkreten Fall hat die Römerin gegen keine Rechtsnorm verstoßen, und offensichtlich war bis in die erste Hälfte des 1. Jahrhunderts v. Chr. Frauen noch das gerichtliche Auftreten in fremder Sache gestattet, später durften sie nur mehr in eigener Sache aktiv werden. Das eigentliche Motiv für die vehemente Kritik finde sich nach Ansicht Höbenreichs auch nicht im vordergründig angeführten sittlichen Fehlverhalten, das eine dem weiblichen Geschlecht angeblich angemessene Schamhaftigkeit kompromittiert hätte. „Ausschlaggebend war vielmehr das traditionelle Verbot der Übernahme männlicher Bürgerpflichten&#8221;, analysiert die Juristin. Das spätere Verbot für Frauen, die Prozessvertretung für Dritte zu übernehmen, sei nicht zufällig in der späten Republik in Kraft getreten, als Frauen zunehmend der familiären Kontrolle entglitten waren, als die manus-Ehen zurückgingen, die wirtschaftliche Selbstständigkeit zunahm und auch die Geschlechtsvormundschaft zunehmend an Bedeutung verlor.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><strong><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt;">Verhaltensregeln</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><strong></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">&#8220;Geschlechtsuntypisches Verhalten erregte öffentliches Aufsehen und ist mit einem negativen Vermerk in die Geschichte eingegangen&#8221;, formuliert Höbenreich ihre Conclusio, die auch für viele andere Belegstellen zutrifft. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">Die vehemente Ablehnung und Verurteilung „emanzipatorischer&#8221; Bestrebungen von Seiten männlicher Zeitgenossen sowie der Chronisten – und ausschließlich ihre Texte prägten bislang das Bild des rechtlichen Status der Frau über die Jahrhunderte – haben ihren Ursprung in klar patriarchalisch ausgerichteten Prinzipien, die sich in der rechtlichen Struktur der civitas gleichermaßen wie in jenen der kleinsten familiären Einheit spiegeln. Die familia proprio iure bestand aus dem männlichen Oberhaupt, pater familias, und all jenen Personen, die seiner umfassenden Hausgewalt unterworfen waren. Dazu zählte er seine Kinder, Sklavinnen und Sklaven, Freigelassene, Klienten und seine Ehefrau, sofern er über sie die „manus&#8221; des Ehegatten begründet hatte. Mater familias bezeichnete diejenige, die de facto die Rechtsnachfolge des pater familias sicherte, juristisch war der Begriff irrelevant. „Mulier autem familiae suae et caput et finis est,&#8221; schließt Ulpian einen ausführlichen Text über den Familienverband: Eine Frau, zugleich der Anfang und das Ende ihrer familia, konnte ohne potestas über niemanden Hausgewalt ausüben und vor allem keinerlei rechtliche Machtbefugnis weitergeben. Die patria potestas beschränkte sich dabei keineswegs auf Vermögensangelegenheiten, sie umfasste auch die Sittenkontrolle und berechtigte zu Strafmaßnahmen und Schadenersatzforderungen für Schutzbefohlene des pater familias. Die Verhaltensregeln für Frauen innerhalb des „Korsetts der römischen Familie&#8221; wurden im öffentlichen Bereich von Sittenkodex, Tradition und Rollenbildern ergänzt. Frauen, die sich in der Kleidung niederer Bevölkerungsschichten zeigten, galten als sozial „deklassiert&#8221; und durften die Attribute „ehrbar&#8221; und „keusch&#8221; somit nicht mehr für sich in Anspruch nehmen. Ein Beispiel von vielen, das, so die feministische Wissenschaftlerin, deutlich zeigt, wie Männer den Standard geziemenden Benehmens definierten und ihm normative Gestalt verliehen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">Eine wesentliche Ursache für die im Vergleich zum Mann schlechtere juristische Position sieht die Autorin im Klischee der naturgegebenen Unterlegenheit der Frau, das sich wachsendem Widerstand zum Trotz bis zum heutigen Tag hartnäckig hält. Seinen Anfang hat der Topos der imbecillitas, der die Entwicklung weiblicher Positionen in allen Bereichen der Gesellschaft massiv erschwerte, in den griechischen philosophisch-medizinischen Schriften genommen, ehe er von Juristen weiter tradiert wurde. „Von Aristoteles bis Galen begnügte man sich mit apodiktischen Feststellungen und unbewiesenen Hypothesen über angeborenes Unvermögen, um die Frau als ein juristischen Schutzes bedürftiges, weil irrationales, von Leidenschaften beherrschtes Objekt zu stilisieren und permanenter Kontrolle zu unterwerfen,&#8221; urteilt die Juristin über die antiken Vorgänger. Schutzbefohlen stand die „freie Römerin&#8221; unter patria potestas, manus, tutela.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><strong><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt;">Zunehmende Eigenverantwortlichkeit</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><strong></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">Doch manus-Ehe und die Rolle des Geschlechtsvormunds verloren allmählich an Bedeutung, Frauen verwalteten in wachsendem Umfang ihr Vermögen autonom, sie gewährten Kredite, führten ihre Rechtsgeschäfte im eigenen Namen und Eigeninteresse. Schließlich durften sie aus diesen Rechtsverhältnissen Klage erheben und sich selbst vor Gericht vertreten. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 12pt 0pt 0cm; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">Das Beispiel C. Afranias oder Carfanias und anderer überliefere zweifelsfrei, dass im antiken Rom Frauen mit profunden Rechtskenntnissen und forensischer Erfahrung ihr Können unter Beweis stellten. So lautet übrigens auch die, obgleich ins Lächerliche verzerrte Botschaft der (nicht erhaltenen) Komödie „Iurisperita&#8221; – die Rechtskundige. Im öffentlichen Dienst sind ebenso einige Frauen in den Annalen vermerkt, Inschriften erfolgreicher Magistratinnen finden sich insbesondere in der kleinasiatischen Provinz. Der rechtliche Handlungsspielraum der freien Frauen weitete sich einmal, um bald darauf im Zuge politischer Veränderungen wieder zu schrumpfen. Konstant blieb der Topos vom schwachen Geschlecht.</span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ninapopp.com/2009/01/28/viel-ehr-wenig-recht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Regenbogen am Teller</title>
		<link>http://www.ninapopp.com/2009/01/28/regenbogen-am-teller/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=regenbogen-am-teller</link>
		<comments>http://www.ninapopp.com/2009/01/28/regenbogen-am-teller/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 10:33:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Essen & Trinken]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ninapopp.com/wordpress/?p=82</guid>
		<description><![CDATA[Das Projekt „Obst mal 5“wirbt für den gesunden Speiseplan, um das Erkrankungsrisiko an bösartigen Tumoren zu reduzieren.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em style="mso-bidi-font-style: normal;">Morgens ein Apfel, zwischendurch eine Banane, ein wenig Gemüse, ein Schüsserl Salat zu Mittag und ein Glas Fruchtsaft gegen den Durst. </em><em style="mso-bidi-font-style: normal;">„Obst mal 5“ wirbt für den gesunden Speiseplan, um das Erkrankungsrisiko an bösartigen Tumoren zu reduzieren. Klingt einfach und braucht dennoch professionelle Berichterstattung.</em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Die Botschaft, die der Mediziner Markus Lau und sein Team propagieren, ist denkbar einfach und hat doch entscheidende Konsequenzen wie Studien beweisen: „Durch den Konsum von fünf Portionen Obst und Gemüse lässt sich die Neuerkrankungsrate aller Krebsarten und des Herz-Kreislaufsystems um 20 Prozent reduzieren, die Häufigkeit des Magenkarzinoms verringert sich gar um die Hälfte.“</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ninapopp.com/2009/01/28/regenbogen-am-teller/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

<!-- Dynamic Page Served (once) in 0.398 seconds -->

