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	<title> &#187; Steiermark</title>
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		<title>Steirische Essigkultur</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 15:04:59 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Essen & Trinken]]></category>
		<category><![CDATA[Steiermark]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Delikatessen  der oststeirischen Essigproduzenten Jaqui und Tino Pölzer beleben den Gaumen und  auch den Geist. Geschmackvoll, natürlich. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em>Die Delikatessen der oststeirischen Essigproduzenten Jaqui und Tino Pölzer beleben den Gaumen und auch den Geist. Geschmackvoll, natürlich.</em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> Apfel Balsam, der Feine, der sich Zeit nimmt, um zu werden, was er verspricht. Erste Wahl für Genussmenschen. Oder die Himbeervariation. Verführerisch und beerig. Die unwiderstehliche Versuchung für süße Naschkatzen. Oder…</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Eine köstliche Beschäftigung für die Texterin. Kein Wunder, dass die neue Website zur Hommage an die Essigkultur geriet.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> <a href="http://www.essigkultur.at/" target="_blank"><span style="color: windowtext;">www.essigkultur.at</span></a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Das Haus der Frauen</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 15:52:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Textbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Steiermark]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Glaube kann Berge versetzen und Frauen bewegen. Im Konkreten die Katholische Frauenbewegung, die sich für den Erhalt und die Sanierung eines einzigartigen Erholungs- und Bildungszentrums im oststeirischen St. Johann bei Herberstein engagiert.  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Der Glaube kann Berge versetzen und Frauen bewegen. Im Konkreten die Katholische Frauenbewegung, die sich für den Erhalt und die Sanierung eines einzigartigen Erholungs- und Bildungszentrums im oststeirischen St. Johann bei Herberstein engagiert.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Um über Philosophie und Aktivitäten des  &#8220;Haus  der Frauen&#8221; zu informieren und für eine Spendenaktion mit Gewinnchancen zu werben, erschien die Mitgliederzeitung „kfb heute“ erstmals mit stärkerem Umfang und im neuen Layout. Von Frauen vorwiegend für Frauen geschrieben. Natürlich gegendert.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Topografie der Erinnerung</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 12:07:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Steiermark]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Präbichl starben im April 1945 mehr als 250 Jüdinnen und Juden in einem der schlimmsten Massaker der steirischen Geschichte. 
Über den schwierigen Umgang mit einer lokalen Tätergeschichte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em style="mso-bidi-font-style: normal;">Als exemplarischer Fall für den schwierigen Umgang mit einer lokalen Tätergeschichte kann die jahrelang ausgebliebene und nun nachgeholte Erinnerung an das Präbichl-Massaker gesehen werden.</span></em><em style="mso-bidi-font-style: normal;"></em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">Landschaften haben ihre Geschichte. Landauf, landab finden sich Tatorte, über die im Laufe der Zeit Gras wächst. Verletzte Strukturen im Untergrund hinterlassen dennoch unauslöschliche Narben, auch wenn sie oft nur aus der Entfernung wahrgenommen werden.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">So geschehen am Präbichl. In der Wanderregion mit Selbstversorgerhütten, im „Winterwunderland“. Dort, wo am 7. April 1945 mehr als 250 Jüdinnen und Juden in einem der schlimmsten Massaker der steirischen Geschichte starben. ZwangsarbeiterInnen, die von Ungarn in die Oststeiermark transportiert worden</span><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-size: 7.5pt;"> </span>waren, um Befestigungsarbeiten am „Südostwall“ zu verrichten.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Gräber und Gräben</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Ende März, als sich die Niederlage unausweichlich abzeichnete, ordnete Heinrich Himmler die Evakuierung der Lager an, und die Kolonnen bewegten sich von Osten über Graz, Bruck und Leoben in Richtung Mauthausen. Eskortiert von Angehörigen des Volkssturms, Polizei, Gendarmerie und ukrainischer Waffen-SS folgten sie verschiedenen Routen, die sich nach dem Krieg anhand der später gefundenen Gräber rekonstruieren ließen. Viele der Opfer kamen aufgrund körperlicher Erschöpfung um, andere wurden kurzerhand als marschunfähig beurteilt und erschossen, liegen gelassen oder im nächsten Graben verscharrt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">„Eisenerz war Zeuge der nationalsozialistischen Massenschlächterei“ titelte das obersteirische Tagblatt am 1. Juni 1945, auch die Erhebungen im Zusammenhang mit den Todesmärschen setzten unmittelbar nach den Vorfällen ein. Als am 1. April 1946 der erste Eisenerzer Prozess begann, erfuhr eine breite Öffentlichkeit durch Print- und Tonmedien von Details des Todesmarsches, ebenso von den ZeugInnen,</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">die eine Woche lang über die Erschießungen aussagten. Die Berichterstattung verfolgte das Verfahren akribisch bis zur Verkündung der zehn Todesurteile und hielt bis zum letzten der insgesamt elf- Prozesse im November 1947 an.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"> </span></strong><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Gelöschte Erinnerung</span></strong><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"> </span></strong><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Angesichts der Fülle an dokumentierten Fakten scheint es unbegreiflich, dass das Massaker am Präbichl im öffentlichen Gedächtnis der Region nicht aufschien und es erst der behutsam angeleiteten Aufarbeitung bedurfte, ehe man den Toten im Vorjahr ein Mahnmal errichtete. Der Entwurf der fallenden Menschen stammt von HauptschülerInnen, auch die Drahtkörbe, die der Gedenkstätte als Sockel dienen, füllten die Jugendlichen eigenhändig mit Steinen vom Erzberg, als Erinnerung an die vergossenen Tränen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Die Geschichte des neuen Symbols sei charakteristisch für die steirische Gedächtniskultur nach 1945, die zwar mit prominent positionierten Denkmälern an die Gefallenen der Zeit von 1938 bis ’45 erinnern, während Opfer aus den Reihen des Widerstands und der Verfolgten bis heute noch auf vergleichbare Symbole warten, meint die Historikerin Dr. Heidemarie Uhl. Die beiden Grazer Wissenschafter Mag. Heimo Halbrainer und Mag. Christian Ehetreiber, die selbst maßgeblich am Projekt mitwirkten, schildern in der eben erschienenen Dokumentation nicht nur Vorgeschichte und Verlauf des Projekts „Mahnmal Präbichl“, sie gehen gemeinsam mit anderen Autorinnen den in der Auseinandersetzung mit Terrorregimen immer wieder kehrenden drängenden Fragen nach und untersuchen Chancen und Grenzen von politischer Bildung.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Behutsame Aufklärung</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">„Sinnvollerweise“, so der Philosoph Peter Strasser vom Institut für Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie und Rechtsinformatik der Uni Graz, „sollten sich pädagogische und politische Modelle an den durchschnittlichen Menschen richten, um Gewaltbereitschaft nicht zu enthemmen.“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Die Täter am Präbichl rekrutierten sich nicht aus Spezialeinheiten, sondern aus dem Volkssturm, dessen Feindbild den von der nationalsozialistischen Propaganda wiederholten negativen kollektiven Metaphern entsprach. Die dadurch provozierte Deindividualisierung des Gegenübers ist ein Erklärungsmodell für jene Gewaltbereitschaft, die die Männer wahllos in die Masse der ihrer Würde beraubten Jüdinnen und Juden feuern ließ. Dass Strategien und Mechanismen, die auf kollektive Entwürdigung zielen, keineswegs der Vergangenheit angehören, zeigen die im Irakkrieg gebrauchten herabwürdigenden Klischees ebenso wie die Verunglimpfung von Randgruppen in der innenpolitischen Diskussion. Aber auch die in der Eisenerzer Gegend bezeugten Fälle von Zivilcourage können insbesondere Jugendlichen an positive Orientierungsmuster dienen, wenngleich Strasser zu bedenken gibt, dass Mut und Zivilcourage vor dem Hintergrund aus Dehumanisierung und Autorität nicht den Normalfall einer Reaktion darstellen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Frauenleben in Männerwelten</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 12:01:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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		<category><![CDATA[Steiermark]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom Leben der Frauen, die ihre Selbständigkeit auf dem sprichwörtlichen Nichts errichteten, von jenen, die in und mit den Trümmern überlebten. Die Geschichte der steirischen Frauen in der Nachkriegszeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-outline-level: 3;"><em><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold; mso-bidi-font-size: 12.0pt;">Vom Leben der Frauen, die ihre Selbständigkeit auf dem sprichwörtlichen Nichts errichteten. Von jenen, die in und mit den Trümmern überlebten.</span></em><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold; mso-bidi-font-size: 12.0pt;"> <em>Die</em> <em>Geschichte der steirischen Frauen in der Nachkriegszeit.</em></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-outline-level: 3;"><span style="color: black; font-family: Arial;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">Und dann hats regnan angefangen und auf amal hör ma rufen: Martha, Martha. Und jetzt, denk i, Teufel, des ist ja mein Mann&#8230; und so bin i obigrennt. Und dann war der Krieg aus.&#8221; Für Martha H. war der Krieg nicht am 8. Mai 1945 zu Ende, sondern erst als ihr Mann nach Hause gekommen war, Monate später. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">Während das offizielle Ende des nationalsozialistischen Regimes längst zigmal notiert wurde, blieb das für diese &#8220;Frau aus dem Volk&#8221; maßgebliche Schlüsselerlebnis in der Geschichtsbetrachtung bislang unberücksichtigt, ebenso wenig fragte die Wissenschaft nach den Ursachen und den Folgen dieser subjektiv wahrgenommenen zeitlichen Verschiebung. In ihrer mit dem Erzherzog-Johann-Forschungspreis ausgezeichneten Habilitationsschrift hat die Grazer Historikerin Karin Schmidlechner-Lienhart den Versuch unternommen, dieses Defizit für den steirischen Raum zu beseitigen. &#8220;Frauenleben in Männerwelten&#8221; versteht sich als &#8220;Beitrag zur Geschichte der steirischen Frauen in der Nachkriegszeit&#8221; und beinhaltet eine Zusammenschau der Zeit von 1945 &#8211; 51, die sowohl durch schriftliche Quellen als auch mündlich tradierte Erinnerungen steirischer Frauen rekonstruiert wird. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">Auf die Außensicht der Dinge läßt Schmidlechner-Lienhart in den einzelnen Kapiteln der Arbeit gleichsam Ansichten auf die Innenseite des Lebens in der Nachkriegszeit folgen. Keineswegs Abfallprodukt dieser Methode ist die Offenlegung der Diskrepanz zwischen den schriftlichen Quellen und den Wahrnehmungen der Frauen. Denn mitunter, so die Zeithistorikerin, die den Schwerpunkt ihrer Betrachtungen auf den frauenspezifischen Aspekt und in weiterer Folge auf die Thematik der Geschlechterbeziehung legt, entsteht der Eindruck, dass das schriftliche Material mit der mündlichen Erinnerung und Überlieferung nichts zu tun habe. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt;">Wie’s wirklich war</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">Über die damalige Ernährungssituation fanden sich beispielsweise zahlreiche Unterlagen. Die Gespräche mit den Frauen ergaben jedoch ein von den schriftlichen Aufzeichnungen abweichendes Bild: Vor allem ältere Frauen, die bereits im Ersten Weltkrieg und in der Zwischenkriegszeit mit sehr schlechten Ernährungsbedingungen zu kämpfen hatten, bewerteten die Lebensmittelversorgung nach dem Krieg ganz anders als jüngere Frauen. Gerade diese Unterschiede interessieren die Historikerin, weil sich daraus in weiterer Folge die Frage stellt, warum sich Frauen an dieses oder jenes Ereignis stark oder auch gar nicht erinnern. Und dieser subjektive Standpunkt, den man der Oral History zum Vorwurf gemacht hat, steht im Brennpunkt des wissenschaftlichen Interesses. Schmidlechner &#8211; Lienhart weist weiters auf die latente Subjektivität schriftlicher Quellen, welche die Wissenschaftskritik längst nicht mehr bestreitet. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt;">Alltagsprobleme</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">Auf schriftlichen Quellen basieren die allgemeinen Erläuterungen zur österreichischen und steirischen Lage anno dazumal, und sie sind notwendige Kontextbeschreibung, weil nur dadurch eine annähernde Rekonstruktion der Befindlichkeit gelingen kann. Dies zeigt sich beispielsweise an einem Kapitel, das von der nahezu epidemischen Verbreitung von Geschlechtskrankheiten sowie den damit verbundenen Problemen der medizinischen Versorgung bis hin zum Beziehungsleben handelt. Angesichts der Zahl der Erkrankten ist es kaum vorstellbar, dass diese Nachkriegsbegleiterscheinung fast in Vergessenheit geraten konnte. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt;">Auslandsträume </span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">In Vergessenheit gerieten aber auch die Auswanderungspläne vieler junger Steirerinnen, die in Anbetracht der verheerenden Wirtschaftslage nach Perspektiven suchten. Viele versuchten ihr Glück tatsächlich in der Schweiz, in Holland oder England. Andere ließen aus Rücksicht auf Verwandte, Partner oder aufgrund von Sprachschwierigkeiten von ihrem Vorhaben ab. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">Die Untersuchung berichtet u. a. von spektakulären Aktionen von Frauen zur Verbesserung der Ernährungslage, als im Sommer und Herbst 1946 auch Steirerinnen zu Demonstrationen auf die Straße gingen. Denn als Politik zur &#8220;Magenfrage&#8221; wurde, die Versorgung schlecht funktionierte und Hilfslieferungen &#8211; etwa die &#8220;Schweizer Spende&#8221; &#8211; nur die gröbste Not linderten, meldeten sich die Frauen, deren Ernährungssituation besonders schlecht war &#8211; nicht zuletzt deshalb, weil sie die eigenen Rationen meist teilen mußten &#8211; laut-stark zu Wort. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt;">Beziehungsweise</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">Der informative Gewinn der Oral History zeigt sich besonders bei Themen, die das Beziehungsleben der Nachkriegsgeneration einschließen. So wurden etwa die Statistiken, die nach dem Ende des zweiten Weltkrieges eine österreichweite Scheidungswelle vermerkten, durch Erzählungen aus der nächsten Umgebung der Betroffenen illustriert. Die Schilderungen erhellen ebenso, daß mit dem an und für sich positiv konnotierten Begriff der &#8220;Heimkehr&#8221; nur selten ein Moment harmonischen Zusammenfindens verbunden war. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">Es ist ein spannender Zeitabschnitt, den die Grazer Historikerin behandelt, in dem Frauen Stärke beweisen und kraftraubende Leistungen für das Gemeinwohl erbringen. Eine Zeit des Wandels in der Rollenteilung der Geschlechter. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">Als sich die Dinge wieder ordneten, gaben die Frauen, so das Resümee der Untersuchung, ihren Freiraum weitgehend auf. Die gewonnene Unabhängigkeit setzten sie beinahe ausschließlich im privaten Bereich um, in ihrer Partnerschaft und in der Erziehung ihrer Töchter, denen sie vor allem (Aus-) Bildung als probates Mittel zur weiblichen Selbständigkeit empfahlen und auch ermöglichten. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: gray; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="color: black; font-family: Arial;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: small; font-family: Times New Roman;"> </span></p>
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