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	<title> &#187; Kultur</title>
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		<title>Mit Frauen musizieren?</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 12:23:05 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Was für eine Frage. Gestellt  &#8211; kaum verwunderlich &#8211; von einem Mann.  Der Autor eines Standardwerks versprach Tipps für die Zusammenarbeit im Streichquartett und startete gleich mit einem Klischee . Als ob es Clara, Fanny &#38; Co nie gegeben hätte, die exzellenten Musikerinnen und herausragenden Komponistinnen. Was die Leistungen von Frauen in Kunst und Kultur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ninapopp.com/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/Kultura_LOGO_Email3.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-937" title="Kultura_LOGO_Email3" src="http://www.ninapopp.com/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/Kultura_LOGO_Email3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Was für eine Frage. Gestellt  &#8211; kaum verwunderlich &#8211; von einem Mann.  Der Autor eines Standardwerks versprach Tipps für die Zusammenarbeit im Streichquartett und startete gleich mit einem Klischee . Als ob es Clara, Fanny &amp; Co nie gegeben hätte, die exzellenten Musikerinnen und herausragenden Komponistinnen.</p>
<p>Was die Leistungen von Frauen in Kunst und Kultur betrifft, gibt es einiges klar zu stellen. Aktuelle Positionen von Künstlerinnen aus dem Süden Österreichs sollen künftig bei <strong>kultura</strong><a href="http://www.kulturservice.steiermark.at/cms/dokumente/11345451_25519360/1067a2b1/KSG_KULTURNEWSletter31.pdf" target="_blank"> </a>zu Wort kommen,  der neuen Kolumne des Newsletters der <a href="http://www.kulturservice.steiermark.at/cms/ziel/52905234/DE/" target="_blank">Kultur Service Gesellschaft Steiermark</a>. Recherchiert und geschrieben von Nina Popp.</p>
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		<title>kultura &#8211; Frauen in Kunst und Kultur</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 19:33:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieviel kultura verbirgt sich in Kultur, lautet die Frage. Was bedeutet es, als Künstlerin in der Steiermark zu arbeiten. Und zu leben. Bei der 1. kultura in Graz ging es darum, Rollenzuschreibungen, Hemmnisse und Leistungen von Künstlerinnen und Kulturvermittlerinnen stärker sichtbar zu machen. Eine Initiative, bei deren Umsetzung Nina Popp das Team der Kultur Service Gesellschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-937" title="Kultura_LOGO_Email3" src="http://www.ninapopp.com/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/Kultura_LOGO_Email3-150x150.jpg" alt="Kultura_LOGO_Email3" width="135" height="135" />Wieviel <strong><a href="http://www.kulturservice.steiermark.at/cms/beitrag/11271328/52905234" target="_blank">kultur</a><sup><a href="http://www.kulturservice.steiermark.at/cms/beitrag/11271328/52905234" target="_blank">a</a></sup></strong> verbirgt sich in Kultur, lautet die Frage. Was bedeutet es, als Künstlerin in der Steiermark zu arbeiten. Und zu leben. Bei der 1. kultur<sup>a</sup> in Graz ging es darum, Rollenzuschreibungen, Hemmnisse und Leistungen von Künstlerinnen und Kulturvermittlerinnen stärker sichtbar zu machen. Eine Initiative, bei deren Umsetzung Nina Popp das Team der Kultur Service Gesellschaft im Bereich Konzept und Koordination unterstützt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wegbeschreibung nach INTINAHUI</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 16:11:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreativwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kreative]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[„INTIÑAHUI“. Das  Wort aus der Sprache der Quichua bedeutet soviel wie IM AUGE DER SONNE.  Ein Ort, der sich filmisch nicht leicht festhalten lässt. Dennoch: Klaus Schrefler, Visual Media Artist und Ökologe,  war von der Idee zu sehr fasziniert. 2001 entstanden die ersten Skizzen. 2009 wurde die 3-D-Animation im Grazer Schubertkino präsentiert. &#8220;Eine Referenz an archaische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-782" title="inti" src="http://www.ninapopp.com/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/inti-150x113.jpg" alt="inti" width="150" height="113" /></p>
<p>„<a href="http://www.inti.at" target="_blank">INTIÑAHUI</a>“. Das  Wort aus der Sprache der Quichua bedeutet soviel wie IM AUGE DER SONNE.  Ein Ort, der sich filmisch nicht leicht festhalten lässt. Dennoch: <a href="http://www.schrefler.org/" target="_blank"><strong>Klaus Schrefler</strong></a><strong>, Visual Media Artist und Ökologe,</strong>  war von der Idee zu sehr fasziniert. 2001 entstanden die ersten Skizzen. 2009 wurde die 3-D-Animation im Grazer Schubertkino präsentiert.</p>
<p>&#8220;Eine Referenz an archaische Kulturen und zugleich Brückenschlag zur Gegenwart“, wie der Grazer Künstler das Projekt beschreibt, für das er ein interdisziplinäres Team gewinnen konnte.  Als roten Faden wählte Schrefler die Zahlensymbolik der Ziffern 1 bis 9, die bei den Inkas und anderen in Vergessenheit geratenen  Kulturen besondere Bedeutung hatten. So entstanden assoziative Bilder für neun Sequenzen. Mehr darüber im DVD-Booklett, an dem die Texterin mitgearbeitet hat.</p>
<p>Übrigens: Der <strong>Film „INTIÑAHUI &#8211; Im Auge der Sonne</strong>“ wurde auf dem Houston Worldfest mit dem Grand Remi Award ausgezeichnet. Gratuliere Klaus!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>10. Multikultiball 07</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 15:12:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Einmal im Jahr trifft sich die ganze Welt in Graz. Folglich soll auch die ganze Welt von dem einzigartigen Fest an der Grazer Universität erfahren, das als Plattform für Toleranz und Solidarität  initiiert wurde. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em>Einmal im Jahr trifft sich die ganze Welt in Graz. Folglich soll auch die ganze Welt von dem einzigartigen Fest an der Grazer Universität erfahren, das als Plattform für Toleranz und Solidarität <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>initiiert wurde.</em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Im Jubiläumsjahr zielte die PR- und Öffentlichkeitsarbeit darauf ab, den Radius der Multikultiball-Faszination auszuweiten. Alle regionalen Medien widmeten dem Ereignis bereits im Vorfeld breiten Raum in der Berichterstattung, &#8211; unter anderem erschien eine Sonderausgabe der KLEINEN ZEITUNG. Auch die anderen großen Qualitätszeitungen Österreichs berichteten über die Idee festlicher Dialogbereitschaft und veröffentlichten im Kontext der Ballberichterstattung Recherchen zur aktuellen Situation von MigrantInnen und Einheimischen. Der ORF nahm den Multikultiball zum Anlass einer Dokumentation über die Menschen aus mehr als 140 Nationen, die in Graz leben.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von der Kunst des Reisens</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 10:17:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>

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		<description><![CDATA[Abenteuer im Kopf nennen sie es, die in regelmäßigen Abständen „recreation“ suchen und Erholung und Kraftquellen finden. Zustiegsmöglichkeiten finden sich unter http://www.recre.at/ Also, dann! Gute Reise!

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em>Konzert-Aviso</em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em></em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="color: black; font-family: Arial; mso-fareast-font-family: 'Arial Unicode MS';"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">„recreation“ ist für manche das Kürzel für Ruhe. Andere wiederum verstehen darunter die schönste Form des Reisens und, wenn sie erzählen, geraten sie ins Schwärmen. Vom Gefühl, das sich während der musikalischen Reise im Stefaniensaal einstellt und vom Summen im Ohr danach, vom Wissen, Neues für die persönliche Schatzkiste entdeckt zu haben und von der Wiedersehensfreude mit guten, alten, bekannten Klängen.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Also, dann! Gute Reise!</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Arial; mso-fareast-font-family: 'Arial Unicode MS';"></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Christine Touaillon –  Wissenschafterin aus Passion</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 11:43:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Christine Touiallon, die erste habilitierte Germanistin Österreichs. Ihr Leben und ihr frühes Engagement für die Interessen der Frauen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold; mso-bidi-font-size: 12.0pt;">Christine Touaillon (1878 – 1928) ist die erste habilitierte Germanistin Österreichs. In Graz wurde ihr die Venia verweigert. Übrigens von derselben Fakultät, an der ihre Großnichte als Seniorin studiert hat.</span></em><strong><em><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;"><br />
</span></em></strong><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;"> <br />
Ihre Erinnerungen an die Großtante stammen aus zweiter Hand: Fotos von einer schmalen, jungen Frau mit dem strengen, für die kleine Ilse etwas unheimlichen Blick und Erzählungen von Onkel Heinrich, der mit Hochachtung von seiner früh verstorbenen Gattin, Christine Touaillon, sprach. &#8220;Die zwei verstanden sich wohl so gut, weil beide für die Wissenschaften lebten&#8221;, meint die Grazer Großnichte Ilse Toriser über den gemeinsamen Nenner dieser für die Wende zum 20. Jahrhundert ungewöhnlichen Beziehung. In der Öffentlichkeit als Jurist bekannt, musizierte und komponierte Heinrich Touaillon zu Hause, zunächst in Graz und Vorau, später in Schloss Stainz, wo das Paar mehrere Zimmer bewohnte. Dort sammelte der Musiker die verschiedensten Instrumente und brachte dem kleinen Mädchen Ilse das Klavierspiel bei.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">Von einem Raum aber schwärmt die Großnichte des Hauses Touaillon noch heute: &#8220;Die Bibliothek, die größte Privatsammlung der damaligen Zeit. In manchen Büchern fanden sich Widmungen der AutorInnen, etwa von Morgenstern. Die Tante hat viele berühmte SchiftstellerInnen persönlich gekannt.&#8221;</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">Dort, wo sie selbst sich gern aufhielt, wenn sie in Stainz zu Besuch war, fand sich tatsächlich das Zentrum der Interessen des Wissenschafterpaars. Von einem Faible für Bücher zu sprechen, wäre untertrieben. Schon als <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>Kind hatte sich Christine Touaillon &#8220;leidenschaftlich gewünscht, Literatur zu studieren&#8221;, wie sie später schrieb. Die Affinität zu Texten hatte ihr wohl der Vater mitgegeben, ein Offizier, der als Schriftsteller tätig war und belletristische Anthologien herausgab. Dennoch dauerte es Jahre, ehe sie selbst ihren Platz in der Literaturwissenschaft erobern konnte.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">1878 im mährischen Iglau geboren, besuchte die Tochter des späteren k.u.k.-Generalmajors Leopold Auspitz und seiner Gattin Henriette die Volks- und Bürgerschule in St. Pölten. Nach der höheren Töchterschule wurde sie an der Lehrerinnenbildungsanstalt des k.u.k.-Zivilmädchenpensionates ausgebildet und erwarb dort 1897 die Befugnis zum Unterricht an öffentlichen Volksschulen. Im selben Jahr, als eine Verordnung des Kultus- und Unterrichtsministeriums Frauen den Zugang zur Universität zumindest teilweise gestattete.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt;">Schreiben aus der Provinz</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">Neben ihrer Unterrichtstätigkeit inskribierte Christine Auspitz im Wintersemester 1897/98 als außerordentliche Hörerin das Studium der Germanistik. Weil es damals aber keine Mädchengymnasien mit Maturaabschluss samt Universitätsreife gab, nahm sie Privatunterricht und holte sich den Abschluss durch die externe Maturaprüfung an einem Salzburger Knabengymnasium im Jahr 1902.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">Als sie drei Jahre später zur Doktor(in) der Philosophie promovierte, hieß sie bereits Christine Touaillon und war von Wien zu ihrem Mann, einem Notar, nach Vorau gezogen. &#8220;Er war ihr ein idealer Partner und erkannte sehr früh das Talent und die Stärken seiner Frau&#8221;, erzählt Ilse Toriser. Tatsächlich hielt die Germanistin an ihrem Wiener Netzwerk fest und lieferte aus der &#8220;Provinz&#8221; Beiträge für Zeitschriften wie &#8220;Wissen für Alle&#8221;. Zusammen mit Auguste und Emil Fickert fungierte sie als Herausgeberin und Autorin der ersten feministischen Wiener Zeitschrift des Allgemeinen Österreichischen Frauenvereins, das &#8220;Neue Frauenleben&#8221;.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">Die Aufsätze behandelten SchriftstellerInnen wie Gerhard Hauptmann oder Selma Lagerlöf, ebenso soziopolitische Themen – &#8220;Die Frau im Dienste der Kunsterziehung&#8221; oder &#8220;Frauenstimmrecht und Klerikalismus&#8221; – und immer wieder Überlegungen der Literaturwissenschafterin zu ihren Spezialbereichen: &#8220;Von neuen Frauenbüchern&#8221; und &#8220;Von den Anfängen unserer Kinderliteratur&#8221;.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">Selbst kinderlos beschäftigte sich Touaillon als erste im deutschen Sprachraum wissenschaftlich mit Kinderliteratur. Für die Kleinen, die im Sommer in ihr Haus kamen, schrieb sie Geschichten, die sie mit Aquarellen, Bleistift und Tusche bebilderte. &#8220;Murillos Abenteuer&#8221; hieß der 1919 aufgelegte Bestseller, der Kindern und Erwachsenen nicht nur ein liebenswürdiges Katzenmärchen erzählte, sondern auch Einblick in Haus und Garten von &#8220;Tante Christine&#8221;, &#8220;Onkel Heinrich&#8221; und ihrem tatsächlich sehr geschätzten Katzentier gewährte. Im Original, das die Großnichte aufbewahrt, beeindruckt überdies die regelmäßige feine Kurrentschrift.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt;">Papier gegen Schweinebauch</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">1919 war für Christine Touaillon vor allem deshalb ein entscheidendes Jahr, weil ihre Gesamtdarstellung des deutschen Frauenromans des 18. Jahrhunderts im Verlag Wilhelm Braumüller erschien. Seit sie 1910 nach Stainz und damit in die Nähe der großen Bibliotheken gezogen war, hatte sie sich diesem neuen Thema, für das es weder Vorbilder noch Vorarbeiten gab, gewidmet und im Laufe der Jahre unzählige Bibliotheken im deutschen Sprachraum aufgesucht. Die Situation der Nachkriegszeit hätte die Drucklegung der 664 Seiten umfassenden Arbeit, mit der sich die Germanistin an der Grazer Universität habilitieren wollte, beinahe verhindert. Doch mit Hilfe eines Freundes gelang es ihr, die notwendigen 2200 Kilogramm Papier aufzutreiben; im Tausch gegen 300 Kilo Schweinebauch. Im Juli 1919 reichte Christine Touaillon schließlich ihr Gesuch zur Erlangung der Venia Legendi ein – und scheiterte an einem Kollegium, das ausschließlich aus Männern zusammengesetzt war.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">Ein Veto, das keineswegs die fachliche Qualifikation beanstandete, vielmehr wurden Bedenken protokolliert, &#8220;ob Frauen überhaupt im Stande sind, auf junge Männer von 18 bis 25 Jahren, in dem bestimmte spezifisch männliche Eigenschaften am stärksten hervortreten, den erforderlichen persönlichen pädagogischen Einfluss zu nehmen&#8221;.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">Das Wiener Kollegium sah die Lage anders: Christine Touaillon wurde 1920 als Privatdozentin für neuere deutsche Literatur und damit als erste Germanistin in Österreich habilitiert.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 11pt; color: black; font-family: Arial;">In den darauf folgenden Jahren hielt sie Vorlesungen an der Universität Wien, aber auch vor nicht akademischem Publikum im Wiener Verein &#8220;Volksheim&#8221; und an der Grazer Urania, das sie ebenso mit Kapiteln aus der deutschen Literaturgeschichte vertraut machte. &#8220;Im Sinne lebenslangen Lernens&#8221;, meint Ilse Toriser, die sich dem Thema übrigens selbst verpflichtet fühlt: Nach zwei Diplomen studierte die 73-jährige Grazerin Philosophie. Von der bedeutsamen wissenschaftlichen Publikation ihrer Großtante besaß die umtriebige Dame übrigens ein handsigniertes Exemplar, das sie kürzlich UB-Direktorin Dr. Sigrid Reinitzer überreichte. Das wertvolle Geschenk wird in der Abteilung für Sondersammlungen aufbewahrt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
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		<title>Königin mit Rädern untendran</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 11:17:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>np</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Königin mit Rädern untendran. Das „artemis generationentheater“ zeigt Kunst und Kultur von, mit und für ältere Menschen - vorrangig für  ältere Frauen. Zum Beispiel mit einem Theaterstück, das Momente aus der Welt im Altenheim in ein Stück einbaut, das ausschließlich in Altenheimen gezeigt wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Erschienen in <strong>Ceiberweiber</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em style="mso-bidi-font-style: normal;"></em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em style="mso-bidi-font-style: normal;">Wenn Frau Inge ins Haus kommt, gibt es jedes Mal Theater. Versprochen. Das „artemis generationentheater“ tourt mit seiner Produktion durch Kärntner Altenheime.</em><em style="mso-bidi-font-style: normal;"></em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">„Unten in Ferlach war ich die Jägerbraut,“ erinnert sich die alte Dame an ihre Paraderolle. Frau Anni schwärmt, als wäre ihr Auftrittsapplaus eben erst verebbt. „War das eine Hetz!“ schmunzelt sie, lehnt sich im Rollstuhl zurück und sieht dem Auftritt ihrer jüngeren Kollegin gespannt entgegen. Als die Heldin im geblümten Hausschürzenkleid sich schließlich umständlich mit ihren Putzutensilien in den Saal des Viktringer Altenheims gezwängt hat, ist sie dann ganz Aug und Ohr.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">„Königin mit Rädern untendran“ heißt das Ein-Frau-Stück, das nach aufwendiger Recherche von Wissenschafterinnen des „artemis generationentheater“ entstanden ist. „In den vergangenen Monaten untersuchten wir die kulturellen Aktivitäten in Kärntner Altenheimen,“ beschreibt die Kulturwissenschafterin Gerti Malle das Thema ihrer Arbeit. „Dabei fanden wir eine Interpretation von Kultur, die meist auf Geburtstagsfeiern, Jubiläen und Feste im Jahreslauf beschränkt ist.“</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">Ein verzerrtes Bild, das es zu korrigieren gilt, befanden die Mitarbeiterinnen des ersten österreichischen Generationentheaters, das seit sechs Jahren Kunst und Kultur von, mit und für ältere Menschen &#8211; vorrangig für ältere Frauen -, produziert und vermittelt.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">„Wir wollen zeigen, dass Theater zur Lebensrealität der alten Menschen passt und ihre Lebensqualität im Heim erhöht,“ präzisiert die künstlerische Leiterin Ingrid Türk-Chlapek die Grundidee ihrer Pionierarbeit. Gemeinsam mit Helga Hutter, die bei der neuen Produktion Regie führt, schrieb sie eine Geschichte, die in Kärntner Altenheimen gezeigt wird. „Wir wollten unserem Publikum Anknüpfungspunkte bieten, daher haben wir Momente aus ihrer Welt in das Stück eingebaut und eine Figur gesucht, die den älteren Menschen auch in ihrem Alltag begegnet.“ Die putzende Heldin unterhält sich mit ihrer Umgebung wie die real existierenden Kolleginnen, die „als wichtige Bezugspersonen der Klientel im Altenheim mitarbeiten“, gibt Bettina Eckert, Leiterin des SeneCura Hauses, der Intention von artemis recht.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">„Näher am Menschen“, das Motto des Viktringer Heimes gilt ebenso für das Kärntner Frauenprojekt, das seine Heldin zum Publikum schickt. Eine liebenswürdige Person, die – das ist spürbar – hohe Sympathiewerte mitbringt. Auch weil sie den Besen im Takt zu Schlagern von anno dazumal schwingt und dabei gut gelaunt vor sich hin trällert. Es versteht sich von selbst, dass gleich ein vielstimmiger Hintergrundchor mitsummt. Frau Inge kann ihrer Arbeit durchaus angenehme Seiten abgewinnen, mehr noch, sie macht eine Wissenschaft daraus. So gönnen die alten Herrschaften der umtriebigen Person auch ihre Pause und zeigen Verständnis, wenn sie auf ihrem Putzwagen thronend verschnauft und das kleine Glück, ein Stück Kuchen, genießt. Eine Königin mit Rädern untendran.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">Wer hin und wieder auf Besuch im Altenheim ist, muss gestehen, dass das Rollenspiel überzeugend gestaltet ist. Noch realistischer wird die Szene, als durch einen dramatischen Griff aus Mob und Mistschaufel, Schuhen und einem alten Spitzenkleid mit einem Mal eine Figur auf dem Putzmitteltaxi thront: Frau Elisabeth genannt, sitzt da plötzlich ein Wesen, das den alten Herrschaften ringsum im Saal erstaunlich ähnelt. Der stumme Gast bewegt sich kaum und lebt doch, wie aus dem Gespräch zu erfahren ist, das die Reinigungskraft anbahnt. Frau Inge erkundigt sich nach dem Befinden, sinniert über die Vergangenheit und kreiert so eine Beziehung zwischen Frauen zweier Generationen. Wie realistisch, das zeigt sich am Beispiel einer Zuseherin, die der Aufregung nicht mehr gewachsen ist und aus dem Saal begleitet wird.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">„Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich ein Theaterstück gesehen und kann es doch nicht bis zum Ende mitverfolgen,“ jammert sie im Hinausgehen. Kraftraubend für die einen, willkommene Abwechslung für die anderen. Frau Anni schüttelt noch lange nach Ende der Vorstellung schmunzelnd den Kopf: „So eine Hetz!“</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">„Die meisten Reaktionen werden wir erst in den nächsten Tagen erfahren“, ist sich Bettina Eckert gewiss. Und noch ehe diese Rückmeldungen gesammelt und wissenschaftlich ausgewertet sind, zeigt sich die Heimleiterin überzeugt, dass mit dem Projekt ein wichtiger Ansatz in der Altenbetreuung geschaffen wurde.</p>
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