was will der markt vom markt cardamom 1Wie sieht der Bauernmarkt im Jahr 2030 aus? Was muss er leisten? Welche Produkte werden nachgefragt und wie werden sie aussehen? Kurz: Was will der Markt vom Markt? Diese Fragen stand im Mittelpunkt eines Workshops im Designmonat Graz, bei dem Vertreterinnen und Vertreter der Landwirtschaft und der Kreativwirtschaft nach tauglichen Antworten suchten.

Design Thinking, Kraut und Rüben

Wer den Markt gestalten will, muss die die Bedürfnisse künftiger Kundinnen und Kunden kennen. Eine wichtige Voraussetzung, damit diese Anliegen im nächsten Schritt in die Entwicklung von Ideen und Ansätzen integriert werden können. Das Team der Agentur cardamom, die den Tag konzipierte und organisierte, setzte dabei auf Design Thinking. Diese Methode gibt dem Testen, Ausprobieren und Feedback Sammeln breiten Raum und macht einzelne Lösungen durch den Bau von Prototypen begreifbar und verständlich.

Wie Kraut und Rüben landeten Ideen, Skepsis und Utopien erst einmal auf den Tischen. In weiteren Schritten wurden die unterschiedlichen Sichtweisen untersucht, hinterfragt, weiterentwickelt und schließlich in einem Testmodell integriert.

Kreativ- und Landwirtschaft

Am Ende des Tages präsentierten die drei Teams drei konkrete Vorschläge für den Markt der Zukunft. So entwickelte die Gruppe der Texterin beispielsweise das „Genuss-Standl“: ein überdachter Bauernmarkt im Zentrum von Weiz, wo man mittags regionale Spezialitäten serviert werden und Bestellungen nach Feierabend im Schließfach abgeholt werden und noch viele andere Wünsche berücksichtigt wurden. (Mehr darüber in der Dokumentation Was will der Markt vom Markt?)

Aber da lag noch viel mehr auf dem Tisch: der Bedarf nach einem Ort der Begegnung, dem temporären Dorfplatz am Markt. Der Wunsch nach Erlebniseinkauf und das Interesse an hochwertigen Produkten.

Gemeinsam kamen die TeilnehmerInnen zur Überzeugung, dass die gemeinsame Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen von den unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen von Kreativen und Landwirtschaft profitieren würde. Auch weil die Landwirtschaft auf die Suche nach neuen Modellen der Vermarktung gehen und sich neu denken muss – und darin wiederum eine der Stärken der Kreativwirtschaft liegt.

Foto: Cardamom